Berliner Unis führen Numerus Clausus für Informatik ein
Bankrotterklärung angesichts Greencard-Debatte
Die drei Berliner Universitäten führen für das kommende Wintersemester 2000/2001 Zulassungsbeschränkungen für die Studiengänge Informatik und Technische Informatik ein.
"Insgesamt findet hier ein Trauerspiel statt", so eröffnete Prof. Dr. Peter Pepper (Fachbereich Informatik) im Akademischen Senat der TU Berlin seinen Beitrag, in dem er den lokalen Numerus Clausus für die Studiengänge Informatik und Technische Informatik an der TU Berlin begründen musste, obwohl er seine Einführung für widersinnig hält.
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Der Numerus Clausus (NC) wurde beschlossen, da die Zahl der Lehrenden und Studienplätze nicht mit dem Bewerberansturm Schritt halten kann.
Ein wesentliches Argument für den lokalen NC war, dass die Qualitätssicherung der Lehre einen hohen Stellenwert habe, die bei einer noch stärkeren Überlast nicht mehr gegeben sei.
Der Informatik-Fachbereich der TU hatte im vergangenen Wintersemester 1998/99 im Studiengang Informatik bei einer Aufnahmekapazität von 200 Studienplätzen 534 Studierwillige und im Studiengang Technische Informatik bei einer Aufnahmekapazität von 87 Studienplätzen 162 Studierende aufgenommen.
Insgesamt haben sich im vergangenen Wintersemester bundesweit rund 14.000 Informatiker und damit rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr angemeldet. Es ist damit zu rechnen, dass andere Unis wie Dortmund und Darmstadt nächstes Jahr ebenfalls einen NC einführen.
Auch mit Numerus Clausus werden künftig Umstrukturierungen im Grund- und Hauptstudiumsangebot, eine Absenkung der Betreuungsdichte und eine Reduktion des Studienangebots im Hauptstudium unumgänglich sein.
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