Sega-Präsident wird zurücktreten
Übernimmt Verantwortung für nicht erreichte Dreamcast-Verkaufszahlen
Laut der japanischen Tageszeitung Nihon Keizai wird der Präsident des Konsolen- und Videospiel-Herstellers Sega Enterprises Ltd. aufgrund zu geringer Verkaufszahlen der Dreamcast-Konsole und daraus resultierenden Verlusten im vergangen Geschäftsjahr zurücktreten. Die Nachfolge des 60-jährigen Shoichiro Irimajiri, der weiterhin bei Sega bleibt, soll der 74-jährige Isao Ohkawa antreten.
Ohkawa, derzeit als Chairman sowohl bei Sega als auch dessen größtem japanischen Teilhaber CSK tätig, soll laut der Tageszeitung, deren Bericht von Sega Japan noch nicht kommentiert wurde, für nötige Restrukturierungsmaßnahmen und Erneuerung sorgen. Irimajiri hingegen soll sich in seiner neuen Position auf das Design und die Entwicklung einer Nachfolge-Konsole konzentrieren. Noch vor einigen Monaten sprach man davon, dass die Dreamcast-Konsole im Falle eines Scheiterns die letzte Konsole sein würde.
Kommentar:
Etwas sonderbar mutet es schon an, dass ein 74-Jähriger frischen Wind in das Unternehmen bringen soll. Doch vielleicht schafft es Ohkawa ja, das wirtschaftlich strauchelnde Entertainment-Unternehmen wieder mit Besonnenheit auf festen Boden zu bringen. Bei dem Gemisch aus innovativen Ideen und Hiobsbotschaften von Sega-Japan sollte man übrigens eines nicht vergessen: Segas Dreamcast ist eine gute Konsole mit Zukunft, der es an ebenso guten Spielen wahrlich nicht mangelt und deren Besitzer in Kürze mit ersten Online-Spielen loslegen können. Den Kampf gegen Sonys milliardenschwere PlayStation-2-Marketingmaschinerie scheint Sega jedoch verloren zu haben - ironischerweise schon bevor Sonys "Wunderkonsole" überhaupt in Aktion geschweige denn auf dem Markt zu sehen war...
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