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Spieletest: Lemmings Revolution - Suizid 2000

Fortsetzung des populären Denkspiels. 1991 versetzten ein paar kleine Männchen in blauen Kitteln und mit grünen Haaren, die sich ständig in selbstmörderischer Absicht in Abgründe stürzen wollten, die gesamte Spielewelt in kollektive Begeisterungsstürme. Jetzt sind die Lemminge wieder da – mit dem alten Spielprinzip, aber in neuem Design.
/ Thorsten Wiesner
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Und dabei dachte man doch, dass die lange Odyssee der kleinen Wühler ein Ende gefunden hätte. Schließlich waren sie nach langem Suchen endlich im gelobten Land eingetroffen, wo sie sich niederließen und einem recht ungefährlichem Lebensstil frönten. In der Zwischenzeit hatte sich ihre Geschichte aber überall in der Welt herumgesprochen. Insbesondere die bösen Wiesel fanden derartigen Gefallen an den Nagern, dass sie diese ausfindig machten, in Kisten sperrten und sie sich zur Unterhaltung hielten. Mutig rebellieren die Lemmings nun gegen ihr Schicksal – und müssen nur etwa 100 Level lebendig überstehen, um aus den Klauen der Bösewichte gerettet zu werden.

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Diese Hintergrundgeschichte wird einem im durchaus unterhaltsamen Intro präsentiert, bevor man dann das eigentliche Spiel beginnt. Und sonderlich viel getan hat sich seit 1991 im Land der Lemmings nicht: Immer noch besteht die Aufgabe des Spielers darin, die Blaukittel sicher zum rettenden Luftballon zu bringen und sie davon abzuhalten, in Abgründe zu stürzen. Dazu kann man sich der bekannten Hilfsmittel bedienen: So lässt man die Lemminge Brücken bauen, Felsen durchgraben oder Fallschirm springen, schickt sie Wände hoch oder sprengt sie in die Luft. Natürlich geschieht dies innerhalb eines Zeitlimits, und zur erfolgreichen Meisterung eines Levels muss auch eine bestimmte Quote an geretteten Nagern erfüllt werden.

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Die auffälligsten Änderungen zu den Vorgängerprogrammen sind optischer Natur: So sind sämtliche Level nun rund um eine drehbare Säule gelegt, um das ganze Spielfeld zu überblicken, muss der Bildschirm also gescrollt werden. Für die bessere Übersichtlichkeit gibt es zudem nun die Möglichkeit, die Grafiken heranzuzoomen. Die Qualität selbiger ist selbstverständlich besser als früher, allerdings auch nicht wirklich spektakulär. Ebenso sind die lustigen Musikstücke eher unterhaltsam denn gut.

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Die Bedienung per Maus funktioniert wie eh und je hervorragend, zudem benötigen auch Einsteiger nur relativ wenig Zeit, um sich in die Knobelei hineinzufinden. Der Schwierigkeitsgrad ist zu Beginn äußerst niedrig, um dann später in Regionen vorzustoßen, die selbst Profis zu Nervenzusammenbrüchen treiben können. Als Hardwarevoraussetzung wird ein Pentium 166 genannt, für ein flüssiges Spiel empfiehlt sich jedoch zumindest ein Pentium II.

Fazit:
Wenig Neuerungen, aber immer noch eines der innovativsten Denkspiele: Lemmings Revolution offenbart zwar kein sensationell anderes Spieldesign, wie der Titel vermuten lassen könnte, bietet dafür aber anspruchsvolle Unterhaltung für unzählige Stunden. Kenner des Programms werden die zahlreichen Wiedererkennungseffekte zu schätzen wissen, Lemmingsfrischlinge hingegen werden die grünhaarigen Suizidwinzlinge schnell in ihr Herz schließen.


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