Abo
  • Services:

AOL muss wegen falscher Geschäftszahlen Strafe zahlen

Unkorrekte Geschäftsberichte sorgten für schwarze Zahlen

Die amerikanische Börsenbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) hat AOL wegen der Angabe manipulierter Geschäftsberichte zu einer Strafe von 3,5 Millionen US-Dollar verklagt.

Artikel veröffentlicht am ,

So enthielten die für die Finanzgeschäftsjahre 1995 und 1996 abgegebenen Unterlagen zu hohe Aktiva. AOL hatte kurzerhand die Kosten für die Werbung neuer Mitglieder (jeder kennt die AOL-CDs im Briefkasten und in Zeitschriften) als Aktiva verbucht, was nach der US-amerikanischen Rechnungslegung im Allgemeinen verboten ist.

Stellenmarkt
  1. abilex GmbH, Stuttgart
  2. Continental AG, Nürnberg

Insgesamt wurden so 385 Millionen Dollar fehlgebucht. Nach Berechnungen der SEC wären bei korrekter Verbuchung in drei Viertel der gesamten Zeit von '95 und '96 ein negatives Gesamtergebnis herausgekommen. Im 1. Quartal 1997 wurden die 385 Millionen Dollar dann korrekt, aber viel zu spät als Negativposten gebucht.

AOL ist sich keiner Schuld bewusst, wird die Strafe nach eigenem Bekunden jedoch zahlen. Vielleicht wäre dies gar nicht nötig, denn es gibt Empfehlungen des American Institute of Certified Public Accountants (ACIPA), Werbungskosten dann nicht als Passiva zu verbuchen, wenn sie direkt zu Einnahmen führen könnten.

Im Falle der CD-ROMs, mit denen der Kunde praktisch eine Geschäftbeziehung zu AOL beginnen kann, wäre dies durchaus so zu bewerten gewesen. Allerdings erfordert dieses Vorgehen einen Nachweis der Unmittelbarkeit des Geschäftsvorgangs und es war nach Ansicht der SEC auf Grund der damals noch ungewissen Zukunft des Onlinedienstes im Besonderen und der Branchenentwicklung im Allgemeinen keinesfalls sichergestellt, dass die Werbeaktionen einen Erfolg garantieren würden.

Es war das erste Mal, dass die SEC ein Unternehmen wegen der fälschlichen Ausweisung von Werbekosten bestrafte.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 85,55€ + Versand
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)

Folgen Sie uns
       


Ubitricity ausprobiert

Das Berliner Unternehmen Ubitricity hat ein eichrechtskonformes System für das Laden von Elektroautos entwickelt. Das Konzept basiert darauf, dass nicht die Säule, sondern der Kunde selbst für die Stromzählung sorgt.

Ubitricity ausprobiert Video aufrufen
Sun to Liquid: Wie mit Sonnenlicht sauberes Kerosin erzeugt wird
Sun to Liquid
Wie mit Sonnenlicht sauberes Kerosin erzeugt wird

Wasser, Kohlendioxid und Sonnenlicht ergeben: Treibstoff. In Spanien wird eine Anlage in Betrieb genommen, in der mit Hilfe von Sonnenlicht eine Vorstufe für synthetisches Kerosin erzeugt oder Wasserstoff gewonnen wird. Ein Projektverantwortlicher vom DLR hat uns erklärt, warum die Forschung an Brennstoffen trotz Energiewende sinnvoll ist.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Deep Sea Mining Deep Green holte Manganknollen vom Meeresgrund
  2. Klimaschutz Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben
  3. Physik Maserlicht aus Diamant

In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
In eigener Sache
Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

  1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
  2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
  3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

Hacker: Was ist eigentlich ein Exploit?
Hacker
Was ist eigentlich ein Exploit?

In Hollywoodfilmen haben Hacker mit Sturmmasken ein ganzes Arsenal von Zero-Day-Exploits, und auch sonst scheinen die kleinen Programme mehr und mehr als zentraler Begriff der IT-Sicherheit verstanden zu werden. Der Hacker Thomas Dullien hingegen versucht sich an einem theoretischen Modell eines Exploits.
Von Hauke Gierow

  1. IoT Foscam beseitigt Exploit-Kette in Kameras
  2. Project Capillary Google verschlüsselt Pushbenachrichtigungen Ende-zu-Ende
  3. My Heritage DNA-Dienst bestätigt Datenleck von 92 Millionen Accounts

    •  /