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IBM und Karstadt entwickeln E-Commerce-Schließfächer

Liefer- und Abholservice für 24 Stunden Internet-Shopping. Die Frankfurter Niederlassung der IBM Deutschland hat gemeinsam mit Karstadt/Hertie Zeil und der Firma Shopping Box einen ganz besonderen E-Commerce-Service gestartet. Waren, die online auf der Karstadt-Internetseite "my- world.de" bestellt wurden, werden binnen weniger Stunden in spezielle Fächer im Erdgeschoss des IBM-Gebäudes in der Frankfurter Bürostadt Niederrad geliefert.
/ Andreas Donath
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Aus diesen Fächern, den so genannten Shopping-Boxen, können die Besteller ihre Waren rund um die Uhr und an sieben Tagen die Woche abholen. Die Schließfächer stehen gekühlt, tiefgekühlt oder ungekühlt und in verschiedenen Größen zur Verfügung. Die Lieferung ist kostenlos, die Kunden zahlen die tagesaktuellen Karstadt-Preise abzüglich eines 3-prozentigen Rabatts.

Neben den 1.200 Mitarbeitern der IBM können auch die rund 25.000 Beschäftigten der Bürostadt Frankfurt-Niederrad diesen Service nutzen. Kunden der Shopping Box GmbH erhalten gegen eine monatliche Gebühr von 5,- DM eine Kundenkarte und eine persönliche Kundennummer, mit der sie sich beim Abholen der Waren identifizieren. Die Bezahlung erfolgt per Lastschrifteinzug.

Die Einrichtung einer Shopping-Box-Anlage in der IBM-Niederlassung Frankfurt ist ein europäisches Pilotprojekt der IBM und ein Versuch, E-Business in die Praxis umzusetzen. "Mit dieser innovativen Art des Einkaufs möchten wir dem durch neue Technologien veränderten Arbeitsumfeld und den flexibleren Arbeitszeiten Rechnung tragen", betont Gerhard Büttcher, Leiter der IBM-Niederlassung Frankfurt. Außerdem lege IBM Wert darauf, den Mitarbeitern die praktische Nutzung von E-Business zu ermöglichen. Das System soll die Nachteile von stationärem Handel und Heimservice aushebeln, so das Konzept der Shopping Box GmbH & Co. KG aus München, die die Boxen weltweit zum Patent angemeldet hat.

Als potenzielle Standorte kommen nicht nur große Bürohäuser, sondern auch stark frequentierte Standorte wie Flughäfen, Bahnhöfe und Behörden in Frage. Zunächst konzentriert sich das Unternehmen vor allem auf deutsche Großstädte mit einem hohen Anteil an Single-Haushalten und Menschen, die lange arbeiten und wenig Zeit und Lust zum Einkaufen haben.

Neben Karstadt hat sich auch die Frankfurter Reinigung Röver der Dienstleistungsidee angeschlossen und nutzt die Boxen für ihren Abhol- und Lieferservice.


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