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BMWi fördert Sicherheit im elektronischen Zahlungsverkehr

Mehr Sicherheit durch FairPay. Im internationalen Bankenverbund fließen bereits heute täglich Milliardenbeträge als elektronisches Geld über die Netze. Zukünftig werden die über das Internet bewegten Finanzmittel angesichts der zunehmenden Verbreitung des E-Commerce nach Ansicht des Bundeswirtschafts-Ministeriums ebenfalls stark wachsen.
/ Andreas Donath
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Experten sagen einen Umsatzanstieg des Internethandels von weltweit etwa 89 Milliarden US-Dollar 1998 auf 970 Milliarden Dollar im Jahr 2001 voraus.

Um so bedeutender werden damit auch die Anforderungen an die Sicherheit des elektronischen Zahlungsverkehrs. Andererseits könnte man argumentieren, dass der Internethandel erst dann solche Sprünge machen wird, wenn die Grundlagen für sicheres Bezahlen etabliert sind.

Deshalb fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit dem Verbundvorhaben FairPay ein Projekt zur Entwicklung neuer Sicherheitsstandards im elektronischen Zahlungsverkehr.

Bundeswirtschaftsminister Dr. Müller: "FairPay hat vor dem aktuellen Hintergrund verstärkter Hackerangriffe im Internet Signalwirkung. FairPay leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, das Internet als sensibles Nervensystem der Informationsgesellschaft sicherer zu machen."

Unter der Konsortionalführerschaft des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) wirken bei FairPay die Deutsche Bank AG und die Bayerische HypoVereinsbank AG und vier auf Internet- und Sicherheitstechnologie spezialisierte Softwarehäuser (Emagine GmbH, Secude GmbH, Debis ISS GmbH, Eurosec GmbH) sowie vier Hochschulinstitute mit, um ein Vorgehensmodell zur Entwicklung sicherer und zuverlässiger Systeme für Finanztransaktionen im Internet zu erarbeiten.

Insgesamt stellt das BMWi rund 10 Millionen DM an Fördermitteln für das zunächst auf zwei Jahre angelegte Vorhaben zur Verfügung. Die Förderung der beteiligten Unternehmen mobilisiert Eigenmittel aus der Wirtschaft in dreifacher Höhe.

Technische Basis des Vorhabens ist das Verification Support Environment, eine Entwicklungsumgebung, die es gestattet, Software mit spezifischen und beweisbaren Sicherheitseigenschaften zu erstellen.

VSE wurde durch das DFKI im Auftrag des BSI entwickelt und ist derzeit als einziges Softwarewerkzeug für Anwendungen mit hohen Sicherheitsanforderungen international zugelassen.

Mit Hilfe von VSE soll im Rahmen von FairPay ein Vorgehensmodell entwickelt werden, bei dem typische Finanztransaktionen modelliert und entsprechende Techniken (z.B. formale Entwicklungsmethoden, Software-Tools, neue Verschlüsselungsverfahren) angepasst und integriert werden.

Die beteiligten Banken bringen Problemstellungen aus der Praxis ein und wollen das Vorgehensmodell anschließend zur Weiterentwicklung ihrer Zahlungssysteme nutzen. Mit "geeigneten Transfermaßnahmen" soll das Verfahren darüber hinaus weiteren Interessenten frei zugänglich gemacht werden.


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