Bayern startet Internet-Initiative mit 500 Millionen Mark
Ministerpräsident Stoiber: "Wir wollen allen Bürgern im Freistaat einen einfachen Zugang zum Internet ermöglichen. Das Internet soll für jeden Bürger in Griffnähe sein. Dieses politische Ziel dient nicht nur der Stärkung des Wirtschaftsstandorts Bayern, sondern ist Grundlage der Bürgergesellschaft im Informationszeitalter."
Im Rahmen der High-Tech-Offensive stellt Bayern für die Informationstechnologie-Branche 500 Millionen Mark aus Privatisierungserlösen zur Verfügung. Dadurch soll unter anderem ein Internet-Beirat finanziert werden, der die Bayerische Staatsregierung künftig beratend unterstützen soll. Stoiber hat dazu den Vorsitzenden des Beirats Bayern MIT, Herrn Professor Dr. Burda, gebeten, den Vorsitz dieses Gremiums zu übernehmen.
Mit 60 Millionen Mark aus Mitteln der High-Tech-Offensive Bayern sollen die Informatik-Kapazitäten an den Universitäten und Fachhochschulen des Landes um 20 Prozent auf über 3.000 Studienanfängerplätze erhöht werden. Dazu werden beispielsweise an der Technischen Universität München vier Lehrstühle für Informatik und Informationstechnik sowie ein Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik neu geschaffen. An der Universität Erlangen-Nürnberg kommt ein Lehrstuhl für Informatik und ein Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik hinzu, an der Universität Bayreuth ein Lehrstuhl für Angewandte Informatik und an der Universität München ein Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik.
Bamberg erhält einen neuen Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik/Medieninformatik, an der Universität Augsburg werden fünf neue Lehrstühle für Angewandte Informatik eingerichtet und Würzburg bekommt einen Lehrstuhl für Bioinformatik finanziert.
Die Fachhochschulen in Coburg und Kempten bekommen jeweils drei Lehreinheiten für den Studiengang Informatik, an der Fachhochschule Weihenstephan kommen drei Lehreinheiten für den Studiengang Bioinformatik hinzu und an den Fachhochschulen Augsburg, München, Nürnberg, Regensburg und Würzburg werden jeweils zwei Lehreinheiten für den Studiengang Wirtschaftsinformatik eingerichtet.
Darüber hinaus hat die bayerische Staatsregierung ein weiteres 60-Millionen-Programm aus den Privatisierungserlösen zur Verbesserung des Einsatzes der Informations- und Kommunikationstechniken an den Schulen beschlossen. 85 Prozent der weiterführenden Schulen in Bayern sind bereits online. Bei den Gymnasien sind es 95 Prozent. Mehr als 65 Prozent dieser Schulen haben ein Computernetzwerk, bei den Gymnasien sind es über 80 Prozent. Ziel sei es, auf 100 Prozent zu kommen.
Die Wirtschaftsförderung soll im Bereich E-Commerce durch einen Prototyp eines virtuellen Marktplatzes gestärkt werden. Der virtuelle Marktplatz Bayern soll der mittelständischen Wirtschaft einen einfachen Weg ins Internet bieten.
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