USA erweitern Green-Card-Programm
Quote für ausländische IT-Spezialisten soll aufgehoben werden
Der internationale Wettbewerb um die raren IT-Spezialisten geht in eine neue Runde. Die USA hatten bisher eine jährliche angepasste Visagrenze von rund 100.000 Greencards für ausländische Computerprofis, die sich um eine zeitbeschränkte Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis bewarben.
Diese Regelung soll nun für ganze drei Jahre ausgesetzt werden. Die Mengenbeschränkung fällt somit praktisch weg. Bislang gingen die USA davon aus, die zur Zeit rund 300.000 offenen Stellen zu zwei Dritteln mit Einheimischen besetzen zu können, was sich nach Aussagen von Industrievertretern jedoch als Trugschluss offenbarte.
Die bis Ende September gültige Visagrenze von 115.000 H-1B-Visa mit einer Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis von sechs Jahren ist bereits im ersten Quartal voll ausgeschöpft worden. Eigentlich sollten im nächsten Jahr 10.000 Visa ausgestellt werden und ab 2002 jährlich nur noch 65.000 Ausländer in der IT- und Elektronikbranche neu untergebracht werden.
Besonders verlockend: Das gesetzliche Mindestgehalt liegt bei umgerechnet 88.000 DM. Damit soll offiziell verhindert werden, dass die Arbeitnehmer dem Staat auf der Tasche liegen könnten. Es ist aber eher als ein zusätzlicher Anreiz für die Einreisewilligen zu sehen. Über die Gesetzesänderung wurde noch nicht abgestimmt.
Kommentar:
Angesichts der bevorstehenden Neuregelung in den USA dürften noch weniger IT-Spezialisten überhaupt in Erwägung ziehen, sich ernsthaft mit dem deutschen Green-Card-Angebot auseinander zu setzen, geschweige denn hier arbeiten zu wollen. Selbst wenn die Gehälter ähnlich wären, ist die bessere Steuersituation in den USA ein Grund, Deutschland als IT-Einwanderland links liegen zu lassen. Von der Ausländerfreundlichkeit ganz zu schweigen.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed





