Spieletest: UEFA Champions League - Season 1999/2000
Keine Gefahr für FIFA 2000. "Das bedeutendste Fußballereignis Europas" (Eidos) in einem Spiel zusammengefasst: Die Idee ist nicht wirklich neu, aber durch die Anhäufung der weltbesten Spieler sehr reizvoll. Eidos besitzt die Lizenz der UEFA. So darf man Roberto Carlos, Rivaldo, Batistuta und Kollegen in UEFA Champions League – Season 1999/2000 nach Herzenslust über den Rasen hetzen.
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Der Einstieg in das, übrigens auch für PlayStation erhältliche, 3D-Fußball-Spiel gelingt schnell und schon nach kurzer Übung ist es möglich, Kombinationen zu spielen oder Kopfballtore zu erzielen. Dabei sollte man jedoch ein Gamepad benutzen, da so die Steuerung doch erheblich leichter fällt und man nicht in Gefahr gerät, sich die Finger zu verknoten.
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Sehr gelungen ist der Szenariomodus, in dem man alle Finals seit 1960 noch einmal erleben kann – dabei wird zu jedem Szenario eine Beschreibung und eine Aufgabe angegeben. Beispielsweise übernimmt man im Finale 1999 das Team von Manchester United nach der Einwechselung von Solskjaer und soll versuchen, das Spiel gegen die Bayern zu drehen. Der Schwierigkeitsgrad variiert dabei sehr stark. Ein anderes Mal heißt die Aufgabe, ein 1:0 über die Schlussphase zu retten, während man im Finale von 1989 die Mannschaft von Steaua Bukarest in der 47. Minute übernimmt und versucht, gegen den AC Mailand von Ruud Gullit und Marco van Basten ein 0:4 zu drehen.
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Kommentiert werden die Aktionen von Armin Krause und Albrecht Breitschuh. Wie leider üblich in diesem Genre passen die Kommentare nicht immer ganz zum Spielverlauf. Die Steuerung ist den Entwicklern von Silicon Dreams etwas zu einfach geraten. Man lernt zwar schnell und spart sich komplizierte Tastenkombinationen, aber Volleys, Außenrist-Schüsse und Fallrückzieher gehören halt dazu, zumal diese Aktionen im wirklichen Leben schwer fallen...
Da sich das Spiel – wie es der Name schon vermuten lässt – auf die Teams der Champions-League beschränkt, ist die Auswahl der Paarungen begrenzt. Es lassen sich allerdings auch Teams vergangener Finals auswählen, so dass man beispielsweise schauen kann, ob der aktuelle Bayern-Kader der Mannschaft der Siebziger das Wasser reichen kann.
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Trotz Motion-Capturing wirken die Bewegungen der Spieler manchmal etwas abgehackt, ansonsten ist die Grafik zwar zufriedenstellend, aber nicht außergewöhnlich schön. Um die gut gelungenen Stadien gebührend zu würdigen, sollte man eine vernünftige Grafikkarte im Gehäuse haben. Eidos empfiehlt eine 3D-Grafikkarte mit 16MB, unterstützt von einem 300MHz-Prozessor. Mehr wäre – wie immer – besser.
Fazit: "UEFA Champions League – Season 1999/2000" von Eidos schafft es leider nicht, am Genre-Thron von FIFA 2000 zu wackeln. Einzig der Szenariomodus kann wirklich überzeugen. Vielleicht gibt es in der Season 2000/2001 eine überarbeitete Grafik, flüssigere Bewegungen und eine durchdachtere Steuerung. In der jetzigen Form sind andere Alternativen vorzuziehen. [Robert Wolff]