Bertelsmann verschiebt BOL-Börsengang
Rückzieher wegen schwieriger Marktlage
Bertelsmann wollte mit der BOL AG, einem E-Commerce-Shop vornehmlich für Bücher und Musik, an die Börse. Daraus ist nun nichts geworden. Die Konzernspitze verschob den Termin auf unbestimmte Zeit.
Die bol.com AG soll zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht an die Börse geführt werden, gab das für Multimedia-Geschäfte zuständige Vorstandsmitglied, Klaus Eierhoff, am Mittwoch in Gütersloh bekannt.
Der Ausbau und die Internationalisierung von bol.com würden aber mit "unverminderter Kraft" fortgesetzt, verkündigt man trotzig.
Derzeit sei aber kein "ideales Kapitalmarktumfeld für Internet-Werte" gegeben, bei dem die Wachstumsstärke von bol.com ausreichend gewürdigt würde.
Dies lasse sich unter anderem am Rückgang des Nemax 50 Indexes seit Mitte März um rund 23 Prozent ablesen. Die Entscheidung sei im Einvernehmen mit der konsortialführenden Bank Dresdner Kleinwort Benson getroffen worden.
Die Suchmaschine Lycos Europe, ein anderes Bertelsmann-Internet-Adventure, war zuletzt mit einem zwar 30fach überzeichneten Angebot an den Markt gegangen, kippte aber noch am Ausgabetag unter den Ausgangskurs.
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