Schicksalentscheidung gegen MP3.com
Niederlage vor Gericht
Die Musik-Website MP3.com hat nach dem Urteil eines amerikanischen Gerichtes vermutlich gegen die Copyrightbestimmungen verstoßen. Die Recording Industry Association of America (RIAA) hatte MP3.com vorgeworfen, das Urheberrecht von Musikern zu verletzen.
Mit dem Dienst My MP3.com kann der User auf Musikstücke im bekannten Kompressionsformat zugreifen, wenn er die Original-CD in sein PC-Laufwerk einmalig einlegt. Der Clou: Der Anwender muss nicht von seiner CD die Musikdaten in MP3 umwandeln, sondern greift auf von MP3.com bereits digitalisierte Songs zu. Über ein Zugangspasswort kann der User von jedem PC aus die MP3s herunterladen und sich anhören.
In der Datenbank sind nach Angaben von MP3.com einige zehntausend Songs gespeichert.
Durch das Gerichtsurteil könnte sich MP3.com massiven Schadensersatzforderungen der Plattenkonzerne ausgesetzt sehen. Der Aktienkurs von MP3.com fiel zumindest um mehr als 40 Prozent und hat jetzt nur noch gut ein Zehntel seines Wertes beim Börsengang.
In einer Pressemitteilung spricht Michael Robertson, CEO und Vorsitzender von MP3.com, allerdings nicht von einem Sieg der Musikindustrie, sondern vielmehr von einem Verlust. Über den Service My MP3.com würde der Verkauf von CDs angekurbelt und nicht etwa die Verbreitung von MP3-Raubkopien, wie dies über Software wie Napster oder Gnutella geschehen würde.
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