BioTrusT - Biometrische Verfahren für IT-Sicherheit
Gegenstand von BioTrusT sind biometrische Verfahren, wie z.B. Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, die Passwort und PIN bei Geld-, Kredit- und Chipkarten ergänzen oder ersetzen. Biometrische Verfahren können einen wesentlichen Beitrag z.B. zur Sicherheit im Geldverkehr und E-Commerce leisten, indem sie eine zweifelsfreie Identifikation der Karteninhaber ermöglichen. Für die Nutzer wären biometrische Verfahren zudem bedienungsfreundlicher, da sie sich für die ständig wachsende Zahl von Chipkarten keine PINs oder Passwörter mehr merken müssten.
Im Rahmen von BioTrusT wird zur Zeit untersucht, inwieweit biometrische Verfahren auf die Akzeptanz der Nutzer treffen, wie Daten- und Verbraucherschutz berücksichtigt werden können und wo noch Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht.
Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass entgegen weit verbreiteter Überzeugungen Fingerabdruck-Verfahren vom Nutzer sehr positiv bewertet werden. Auch Gesichtserkennung und Iriserkennung treffen auf Zustimmung. Kritisiert wurde häufig ein zu langsamer Identifikationsvorgang. Nicht geklärt sind auch Fragen zur behindertengerechten Gestaltung, zur Auslösung eines Notalarms, zu Alternativlösungen bei Verletzungen und zum kryptograhischen Schutz der biometrischen Daten.
Aufbauend auf der Vorphase soll in der Hauptphase des Projekts eine Standardisierung verschiedener Biometrie-Verfahren erreicht und ein breit angelegter Feldversuch zur Validierung der Nutzeruntersuchungen durchgeführt werden. Dabei wird auch zu klären sein, inwieweit rechtliche Rahmenbedingungen z. B. zur digitalen Signatur an die Möglichkeiten der Biometrie angepasst werden sollten.
Das BMWi zielt im Rahmen des Aktionsprogramms "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts" darauf ab, für mehr Sicherheit und Verlässlichkeit im E-Commerce zu sorgen und die Entwicklung und Erprobung neuer IT-Sicherheitstechnologien voranzubringen. Stark wachsende Computerkriminalität und insbesondere auch Betrug mit Geldkarten sowie zunehmende Hackerangriffe im Internet machen staatliche Anstrengungen für mehr IT-Sicherheit notwendig.
Am Projekt BioTrusT sind der TeleTrusT Deutschland e.V., die S-Finanzgruppe der Sparkassen, die Fachhochschule Giessen-Friedberg, der Datenschutzbeauftragte Schleswig-Holsteins und die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände sowie verschiedene Biometrie-Anbieter beteiligt.



