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Order8.com: Produkt-Börse mit transparenter Preisbildung

Schnäppchen für Käufer und Anbieter durch dynamische Preisbildung. Unter Order8.com startet die Cnited AG unter www.order8.com die erste echte Börse für Konsumgüter im Internet. Order8.com bietet Qualitätsprodukte aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Informations- und Kommunikationstechnik sowie ausgewählte Lifestyle-Angebote, und zwar ausschließlich zu Preisen frei Haus, die dynamisch aus Angebot und Nachfrage generiert werden.
/ Jens Ihlenfeld
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Order8.com will so Preistransparenz und marktgerechte Preise ermöglichen: Wie bei einer Wertpapierbörse bilden sich auf dem Börsenplatz Order8.com die Preise dynamisch durch das Spiel von Angebot und Nachfrage. Durch seinen Börsen-Mechanismus will Order8.com anders als die bekannten Auktions-, Ausschreibungs- und Co-Shopping-Dienste eine wirklich dynamische Preisbildung, mit einer Reihe echter Vorteile für Käufer und Verkäufer, bieten.

Die Käufer nennen das gewünschte Produkt, die Stückzahl und ihren persönlichen Höchstpreis und geben dafür eine Kauforder ab. Verschiedene geprüfte Anbieter konkurrieren dann um die bei Order8.com abgegebenen Kauforders, indem sie passende Verkaufsorders mit günstigen Verkaufspreisen abgeben. Dadurch soll der Käufer letztendlich oft günstiger einkaufen, als eigentlich gehofft.

Order8.com definiert für alle Produkte maximal handelbare Stückzahlen und feste Laufzeiten, in denen geordert werden kann. Diese betragen in der Regel zwischen 7 und 14 Tage. Das Produkt Palm V Organizer wird zum Beispiel in einem Zyklus von 7 Tagen gehandelt, und zwar eine maximale Stückzahl von 50. So soll gewährleistet werden, dass eine große Anzahl von Verkäufern mitbieten kann. Es erhält der Verkäufer den Zuschlag, der die größte Nachfrage zum günstigsten Preis abdeckt.

Ein wesentliches Element von Order8.com sind die Preis-Charts, die das Aufeinandertreffen von Nachfrage und Angebot abbilden. So macht Order8.com für alle in Echtzeit sichtbar, zu welchem Preis Käufer ein Produkt erwerben wollen und zu welchen Preis passende Verkaufsangebote vorliegen.

Der Verkäufer könne so sofort sehen, wie er sein Angebot formulieren muss, damit es im Vergleich zum Wettbewerb konkurrenzfähig ist und er auf einen Schlag mehrere neue Kunden gewinnt.

Der Preis-Chart soll aber auch dem Käufer wertvolle Informationen liefern, die ihm helfen, sein eigenes Preislimit festzulegen. Die sonst so mühsamen und zeitaufwändigen Preisrecherchen sollen so reduziert werden.

Dabei ist der bei Order8.com dynamisch gebildete Preis, zumindest in der Theorie, immer marktgerecht.

GNN.de sprach mit Dirk de Pol, einem der Gründer und Vorstand der Cnited.com AG.

GNN.de: Herr de Pol, der neue Dienst der Cnited AG startet am 27. April mit einer Beta-Phase. Können Sie kurz das Konzept von Order8.com beschreiben?

Dirk de Pol: Das Konzept ist ganz einfach: Nachfrage und Angebot bestimmen den Preis. So wie Anleger per Online-Banking Aktien kaufen können, können Nachfrager bei Order8.com Kauforders für Produkte abgeben und dabei ihr individuelles Preislimit angeben. Als Produktbörse vermitteln wir dann die Nachfrage gebündelt an konkurrierende Anbieter.

GNN.de: Wo liegen die Unterschiede im Vergleich zu Auktionhäusern wie Offerto, Ricardo, Community-Shopping-Angeboten wie beispielsweise von LetsBuyIt oder Primus-Power?

Dirk de Pol: Wir drehen den Spieß um. Bei gut verfügbaren Produkten unterbieten sich bei uns die Anbieter gegenseitig mit immer günstigeren Preisen, um die Nachfrage für sich zu gewinnen. Das heißt, die Auktionsdynamik greift zugunsten der Käufer, denn sie kaufen stets zum aktuellen Börsenpreis, selbst wenn der einzelne Käufer mehr bezahlen wollte. Wenn man so will, versteigern wir an unserer Börse Nachfrage an den Verkäufer mit dem besten Angebot. Wer wie einige Auktions-Anbieter neue Produkte an einzelne Nachfrager versteigert, hat am Ende häufig einen Käufer, der für den Thrill, den Zuschlag zu erhalten, draufzahlt, was langfristig keinen Spaß macht ...

GNN.de: Und wie sieht es mit den Community-Shopping-Angeboten aus?

Dirk de Pol: Bei Order8.com helfen Käufer Käufern, nicht bloß Rabatte zu erreichen, die ein einzelner starker Anbieter gewährt, sondern wirklich marktgerechte Preise. Anders als beim Co-Shopping bietet Order8.com nicht statische, festgelegte Rabattstufen, sondern eine dynamische Preisbildung im Spiel von Nachfrage und Angebot, d.h. echte Marktpreise wie an einer Aktienbörse. Bei uns gibt also im freien Wettbewerb der Verkäufer den Ton an und nicht ein großer Konzern mit einer unbeweglichen Rabattstruktur. Wir haben keine Lager, die wir leer machen müssen. Wir sind ausschließlich Vermittler. Mit dem Wettbewerb der Verkäufer stellen wir sicher, dass unsere Börse unabhängig ist, und zwar zum Vorteil von Käufern und Verkäufern.

GNN.de: Welche Vorteile hat der Käufer von der Produktbörse?

Dirk de Pol: Bei Order8.com können Käufer nicht nur günstig, sondern auch ohne Risiken kaufen. Wir bieten den Käufern ein 14-tägiges Rückgaberecht – ohne Wenn und Aber. Der aktuelle Marktpreis versteht sich inklusive aller anfallenden Kosten inklusive Lieferung frei Haus. Dadurch ist die Vergleichbarkeit von Preisen online und offline problemlos möglich. Bei den Zahlungsmitteln greifen wir erst einmal auf die altbewährte Nachnahme zurück. Wir machen als eine Art Börsenaufsicht die Sicherheit des Käufers und des Verkäufers zu unserer Sache.

GNN.de: Wie reagieren die Händler auf Order8.com?

Dirk de Pol: Von Order8.com profitieren auch die Verkäufer. Natürlich wollen wir den Käufern Schnäppchen und innovative Produkte bieten, aber die Preise sollen marktgerecht gebildet werden. Bei uns gibt es keine Lockangebote zu Traumpreisen, es sei denn, solche Angebote kommen von einem Händler, der viele neue Kunden auf einen Schlag gewinnen will. Händler können durch Order8.com ihre Umsätze steigern und Marketingkosten senken. Und wenn sie stark nachgefragte, knappe Produkte anbieten, erzielen sie dank des Börsenprinzips gute Preise.

GNN.de: Was zeigen Ihre Charts?

Dirk de Pol: Woher weiß ich, ob ein Schnäppchen ein Schnäppchen ist? Es geht nicht nur darum, Preise zu drücken, sondern darum, schnell einen Marktüberblick zu gewinnen und wirklich marktgerechte Preise zu erzielen. Die Charts von Order8.com zeigen daher in Echtzeit an, zu welchem Preis andere Nachfrager kaufen wollen und wie gegenwärtig der günstigste Verkaufspreis für ein bestimmtes Produkt aussieht. Das findet man an keiner anderen Börse. Die Spekulation auf eine bestimmte Preisentwicklung erhält mit unseren Charts eine solide Grundlage, die man sich auch als Kleinanleger für neu ausgegebene Aktien wünschen würde. Käufer und Verkäufer können sich bei der Festlegung ihres Preislimits an dem entsprechenden Chart orientieren. Der Preis-Chart bietet jedoch auch Spaß. Jeder Käufer greift mit der Abgabe eines Angebotes aktiv in den Preis-Chart ein. Er kann die Veränderung des Charts durch seine Nachfrage direkt sehen. Um so mehr Nutzer ihre Nachfrage und Preisvorstellung über Order8.com artikulieren, um so spannender und lebendiger entwickelt sich der Preis-Chart.

GNN.de: Welche Möglichkeiten bietet der Chart Verkäufern?

Dirk de Pol: Verkäufer können am Preis-Chart ablesen, zu welchem Preis sie welche Stückzahl verkaufen können. Sie können ihren Preis entsprechend gestalten. Eine Information, die sonst eine teure Marktrecherche erfordert. Verkäufer können so gewinnoptimierte Angebote abgeben.

GNN.de: Wie ist die Gefahr einzuschätzen, dass die Erwartungen der Käufer an Order8.com all zu hoch sind und durch unrealistische Preis-Limits die Attraktivität des Marktplatzes leidet?

Dirk de Pol: Wir wollen den Spaß an Order8.com nicht verderben. Bei uns kann jeder Nutzer seinen absoluten Traumpreis abgeben. Wer mit einer echten Kaufabsicht sein Angebot abgibt, der wird mit einem gewissen Preisrealismus an die Sache herangehen.

GNN.de: Wie schätzen Sie die rechtliche Situation ein, insbesondere, was die Rabatt- und Wettbewerbsgesetze angeht?

Dirk de Pol: Wir bilden echte Nachfrage und echte Angebote ab. Wir werben nicht mit Was-wäre-wenn-Rabatten. Die Vergangenheit hat gezeigt: Nicht jeder Rabatt ist automatisch ein Preisvorteil. Das Wettbewerbsrecht legt lediglich die Spielregeln der Wettbewerber untereinander fest. Wir halten uns an diese Regeln.

GNN.de: Wie finanziert sich Order8.com?

Dirk de Pol: Wir erheben durchschnittlich zwei Prozent Provision von den Verkäufern auf die getätigten Umsätze. Eine weitere Einnahmequelle wird das Lizenzgeschäft bilden.

GNN.de: Wie entstand die Idee zu Order8.com?

Dirk de Pol: Wir haben die Business-Modelle der existierenden Online-Handelsplätze, die neue Produkte verkaufen, ausführlich analysiert. Zu unserer Überraschung haben wir nach intensiver Suche festgestellt, dass nirgendwo Preise wie an einer Wertpapierbörse gebildet werden. So kamen wir auf die Idee, die erste Börse für Produkte zu starten, an der Angebot und Nachfrage direkt zusammenkommen. Einen Dienst aufzusetzen, der dies für Produkte aller Art ermöglicht, hat uns fasziniert. Durch Order8.com sollen auch Produkte vom Börsenfieber erfasst werden.

GNN.de: Wie sehen Sie die weitere Entwicklung der Online-Märkte?

Dirk de Pol: Im Internet werden sich unabhängige, transparente Märkte durchsetzen, die den Käufer als starken Faktor der Internet-Wirtschaft ernst nehmen. Der Austausch zwischen Nachfrager und Anbieter wird immer wichtiger. Wir präsentieren Order8.com daher bewusst schon in der Beta-Phase, um frühzeitig zu sehen, wie Internet-Nutzer und -Anbieter unsere Börse annehmen und wie wir sie mit ihrer Hilfe noch optimieren können.

GNN.de: Wer steht hinter dem Unternehmen?

Dirk de Pol: Gemeinsam mit Sebastian Biere bilde ich den Vorstand. Seit 1997 bin ich im Internet-Bereich tätig. Zuletzt habe ich als PR- und Marketing-Manager für die BusinessOnline AG und davor als Chefredakteur von akademie.de gearbeitet. Dort habe ich auch Sebastian Biere kennen gelernt, der Rechtsanwalt und Rechtsexperte auf dem Gebiet des Internet ist. Gudrun Kaltwasser unterstützt uns als Mitgründerin und Mitglied des Aufsichtsrats. Zuletzt hat sie bei dem Börsengang eines Risikokapital-Unternehmens mitgewirkt, bei dem sie viele Jahre gearbeitet hat. Die Cnited AG beschäftigt derzeit sieben fest Angestellte und elf freie Mitarbeiter. Bis zum Jahresende ist ein Ausbau auf 35 Mitarbeiter vorgesehen. Programmiert wird unser Dienst von der Infonie GmbH, die auch Mitgesellschafter ist. Infonie ist durch Fireball.de und Paperball.de bekannt geworden.

GNN.de: Wo sehen Sie Order8.com in 12 bzw. 24 Monaten?

Dirk de Pol: Order8.com soll zu der Quelle für Preisinformation werden. On- und Offline-Handel werden sich an unserem aktuellen Börsenpreis orientieren, in Warenhäusern werden elektronische Preisschilder direkt den aktuellen Börsenpreis bei Order8.com anfordern und entsprechend angeben ... Nein, das wird vielleicht noch etwas länger dauern. Bis dahin haben wir noch andere Ideen auf Lager, mit denen wir in den nächsten Monaten überraschen wollen.

GNN.de: Wann ist der offizielle Start?

Dirk de Pol: Order8.com ist bereits voll funktionstüchtig. Schon jetzt können Käufer und Verkäufer den Handel unter www.order8.com aufnehmen. Offizieller Start ist der 15. Mai 2000. Unter allen Teilnehmern der Beta-Phase verlosen wir Produkte aus der Angebotspalette.


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