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EU-Kommission will die "letzte Meile" liberalisieren

"Hyperschneller Internetzugang" durch Entbündelung des Teilnehmeranschlusses. Die Europäische Kommission hat gestern eine Empfehlung verabschiedet, in der die Mitgliedsstaaten aufgefordert werden, Vorschriften für die etablierten Telekommunikationsbetreiber zu erlassen, bis zum 31. Dezember 2000 den vollständig entbündelten Zugang zur Kupfer-Teilnehmeranschlussleitung unter transparenten, gerechten und nichtdiskriminierenden Bedingungen bereitzustellen.
/ Jens Ihlenfeld
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Außerdem hat die Kommission eine ergänzende Mitteilung verabschiedet, in der erläutert wird, wie sich die Empfehlung zu den Wettbewerbsregeln der Gemeinschaft verhält, nach denen die etablierten Betreiber den entbündelten Zugang zum Teilnehmeranschluss unter bestimmten Bedingungen bereitstellen müssen. Damit will die Kommission allen neuen Marktteilnehmern den Zugang zum Teilnehmeranschluss öffnen und so Wettbewerb und technologische Weiterentwicklung und damit auch das Angebot eines breiten Spektrums von Telekommunikationsdiensten einschließlich multimedialer Breitbanddienste und eines hyperschnellen Internetzugangs fördern.

Zu dieser Initiative erklärten die Kommissare Liikanen und Monti, dass "das Ortsanschlussnetz nach wie vor eines der Segmente des liberalisierten Telekommunikationsmarktes ist, in denen der geringste Wettbewerb herrscht. Die an die Mitgliedstaaten gerichteten Maßnahmen der Kommission bezüglich des entbündelten Zugangs zum Teilnehmeranschluss werden dabei helfen, den Wettbewerb im Ortsanschlussnetz zu fördern." Die Kommission ist zuversichtlich, dass die empfohlene Entbündelung des Teilnehmeranschlusses ein wesentlicher Schritt zur Entwicklung wettbewerbsintensiverer und effizienterer Telekommunikationsmärkte sein und die beschleunigte Entwicklung von Internet-Diensten fördern wird.


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