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Spieletest: F1 2000 - Rasen mit Lizenz

Formel-1-Debüt der Sportspielkönige. Mit Programmen wie FIFA 2000, NBA 2000, NHL Hockey 2000 und einigen anderen dominiert Electronic Arts deutlich das Sportspielgenre am PC. Da mutet es schon seltsam an, dass die Formel 1 noch nicht mit einem Titel bedacht wurde. Diese Lücke im Programm schließt Electronic Arts nun – allerdings längst nicht so beeindruckend, wie man es hätte erwarten können.
/ Thorsten Wiesner
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Größter Trumpf von F1 2000 ist die offizielle FIA-Lizenz für die Rennsaison 2000. Mit den originalgetreuen Fahrerdaten geht es also in den bekannten Sportwagen auf sämtliche Weltmeisterschaftskurse. Zu Beginn kann man dabei wählen, ob man nur ein schnelles Rennen fahren will, sich einen kompletten Renntag mit Qualifikation und Aufwärmrunden vornimmt oder gleich die gesamte Weltmeisterschaft durchspielt.

An realistische Boxenstopps wurde genauso gedacht wie an vielfältige Tuningmöglichkeiten. Schade jedoch, dass sich die verschiedenen Rennwagen in ihrer Fahrweise nur unmerklich voneinander unterscheiden. Dafür wird man durch die durchaus intelligente und aggressive Fahrweise der Konkurrenten entschädigt, die insbesondere Anfängern, aber auch Fortgeschrittenen schon einiges abverlangt.

Die Präsentation ist leider längst nicht so gut gelungen, wie man es von Electronic Arts gewohnt ist. Zwar wirken die Kurse und die Wagen detailgetreu nachgebildet, kommen aber recht farbarm daher. Größtes Manko sind zudem die hohen Hardwareanforderungen: Für ein wirklich flüssiges Spiel ist ein Pentium III dringende Voraussetzung. Zwar lässt sich der Detailgrad herunterregeln, sodass sich auch auf langsameren Rechnern so etwas wie Geschwindigkeit erahnen lässt, die Grafik erinnert dann allerdings an PlayStation-Verhältnisse.

Insgesamt hat man zudem den Eindruck, dass hier die Liebe zum Detail ein wenig vernachlässigt wurde. Oder wie kommt es, dass auf allen Kursen immer die Sonne scheint? Auch die komplett deutsche Sprachausgabe ist oftmals nicht ganz so fehlerfrei, wie man es gerne hätte. Und die ruckelnde Grafik lässt die Motivation leider nochmals sinken.

Fazit:
F1 2000 ist eine durchaus solide und zufrieden stellende Formel-1-Simulation, die allerdings nicht ganz ausgereift wirkt. Anscheinend wollte man unbedingt vor Geoff Crammonds mit Spannung erwartetem Grand Prix 3 fertig werden – ob sich das für Electronic Arts nun allerdings als Vorteil erweist, muss doch arg bezweifelt werden.


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