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Peter Glotz: Deutsche Unis an die Börse

"Zwei Top-Programmierer bringen mehr als 150 durchschnittliche". "Zwei Top-Programmierer bringen mehr als 150 durchschnittliche – wer das nicht kapiert, gehört eigentlich in Rente." Mit dieser provokanten These spricht sich Medienexperte Peter Glotz im Interview mit der Zeitschrift Online Today für die Green-Card aus: Innerhalb von fünf Jahren könne die deutsche Wirtschaft eine Spitzenposition im digitalen Kapitalismus einnehmen, so Glotz.
/ Jens Ihlenfeld
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Voraussetzung sei jedoch eine Internationalisierung auf der Ebene der Top-Programmierer. Die sieht der Leiter des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen (Schweiz) mit Umsetzung der Green-Card-Initiative der Bundesregierung gegeben.

Darüber hinaus plädiert Glotz in Online Today dafür, die deutschen Hochschulen durch Privatisierungen für den internationalen Vergleich konkurrenzfähiger – und damit für Top-Kräfte begehrenswert – zu machen. "Zwei oder drei Universitäten sollten so stark gemacht werden, dass sie mit dem MIT mithalten können. Die Unis müssen in der Lage sein, sich die besten Studenten und Professoren selbst auszusuchen. Drei große Läden könnte man auch an die Börse bringen."

Bei einem Blick auf die nächsten zehn Jahre geht der Medienwissenschaftler davon aus, dass es durch Weiterentwicklung der Kommunikationsmittel und durch E-Commerce zu tiefgreifenden Veränderungen im Alltag kommen wird. Glotz: "Wenn 40 Prozent der Leute vernetzt sind und der Computer von der Schreibmaschine zum Kommunikationsapparat geworden ist, dann schlägt die Quantität in Qualität um."

In der Unterhaltung werden, so Glotz, virtuelle Wesen eine große Rolle spielen: "Lara Croft ist ja schon eine Kultfigur – sozusagen eine Konkurrenz für Julia Roberts."


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