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Activision setzt auf Onlinespiele & Next-Generation-Konsolen

Restrukturierung verlangt Opfer. Activision wird sich durch eine Umstrukturierung auf die Konsolen-Systeme der nächsten Generation und auf das Internet konzentrieren. Zusätzlich wird der Entwickler, Publisher und Distributor von Anwender- und Unterhaltungssoftware in Zukunft stärker auf den Direktvertrieb setzen. Einige unrentable Spiele werden zudem keine Fortsetzungen mehr erfahren, dazu gehören leider auch einige gute Titel.
/ Christian Klaß
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Im Rahmen der Umstrukturierung wird die Activision-Tochter Expert Software, ein Anbieter von Niedrigpreis-Softwaretiteln, in HeadGames eingegliedert. Der preisgünstige Softwarebereich wird so auf eine Geschäftseinheit reduziert. Als Teil der Konsolidierung stellt Activision mehrere Produktlinien von Expert ein und baut dort eine beträchtliche Anzahl an Stellen ab.

"Wir haben bereits mit der Zusammenlegung von Expert Software und HeadGames Publishing begonnen, inklusive der Schließung des Experts Hauptsitzes in Miami. Diese Maßnahmen werden unseren preisgünstigen Softwarebereich weitaus profitabler machen" , erklärt Ron Doornink, President und COO von Activision Inc. den Schritt.

Activision hat zudem sein Produktportfolio geprüft und entschieden, mehrere Produktlinien einzustellen, "die kein Potenzial für Next-Generation-Konsolen oder Online-Spiele bieten oder sich als nicht ausreichend profitabel erwiesen haben" , so die Pressemitteilung. Betroffen sind - zum Leidwesen vieler Fans - die Marken Jack Nicklaus, Heavy Gear, Interstate und Battlezone. Zwar ist gerade Battlezone eher ein Netzwerk- und Onlinespiel, doch verkaufte es sich trotz guter Testberichte nicht sonderlich gut.

"Wir sind einzig und allein auf Programme konzentriert, die gewinnbringend für unsere Aktionäre sind. Die hier und heute erläuterten Maßnahmen verleihen uns eine solide finanzielle Basis, von der aus wir unsere wichtigsten Wachstumsziele verfolgen können - einer der führenden Softwareentwickler für Next-Generation-Konsolen zu werden und unsere Internet-Pläne erfolgreich umzusetzen" , so Doornink weiter.

Des Weiteren setzt Activision auf einen verstärkten Direktvertrieb und plant den Ausbau seines Direkt-Distributionssystems in den USA, Kanada, Europa und im pazifischen Raum sowie eine Umstrukturierung seiner weltweiten Distributionskanäle durch eine erhebliche Reduzierung der Distributoren. "Unser Ziel ist es, unsere Gewinnspanne zu erhöhen, indem wir sowohl im amerikanischen Raum als auch weltweit mehr Kunden direkt bedienen und engere Beziehungen zu weniger Distributoren aufbauen" , erklärt Doornink.

Activision verbuchte im zum 31. März 1999 ausgelaufenen Geschäftsjahr Umsätze von 436 Millionen US-Dollar.

Für das Geschäftsjahr 2000 erwartet Activision eine Steigerung des Nettoumsatzes um rund 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr und eine Zunahme des bereinigten Gewinns pro Aktie (ohne Umstrukturierungsausgaben) von circa 20 Prozent.

Für das Geschäftsjahr 2001 rechnet das Unternehmen mit einem im Plan liegenden Nettoumsatz und einem mit dem Geschäftsjahr 2000 (ohne Umstrukturierungsausgaben) vergleichbaren Gewinn pro Aktie. Durch die späten Erscheinungstermine und saisonale Einflüsse werden die stärksten Umsätze jedoch erst im zweiten Quartal erwirtschaftet.


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