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Sea-Monkeys - Vom lebenden Yps-Gimmick zum Computerspiel

Vom Instant- zum virtuellen Haustier. 1957 entdeckte Harold von Braunhut, der heutige CEO der Transcience Corporation, eine Marktlücke: Instant-Haustiere, die durch Wasser und Futter zum Leben erweckt werden. Unter dem Namen "Sea-Monkeys" ("See-Äffchen") wurden sie zum weltweiten Erfolg. Nun sollen die erfolgreichen "Creatures"-Entwickler den Sea-Monkeys auch virtuelles Leben einhauchen.
/ Christian Klaß
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Bei den Sea-Monkeys handelt es sich um kleine widerstandsfähige Krebse (Artemia nyos), die jahrelang in Stasis überleben können und durch Wasser und Futter wie durch ein Wunder zu Leben erwachen - wie menschenähnliche Unterwasser-Zwergaffen sehen sie zwar trotz Werbeversprechen nicht aus, doch das tat dem Erfolg der kultig-kitschigen Idee keinen Abbruch. In Deutschland fanden sie sich beispielsweise in ähnlicher Form als Beilage "Urzeitkrebse und Futter" in den Yps-Heften vom Egmont Ehapa Verlag wieder und haben zahlreiche Kinder fasziniert.

Das englische Unternehmen Creature Labs, ehemals CyberLife, soll aus den Krebsen nun exklusiv "echte" virtuelle Sea-Monkeys machen. Mit "affigem" Aussehen, hohem Knuddelfaktor und künstlicher Intelligenz soll der Titel "Sea-Monkey Marina" den PC noch in diesem Jahr zum wuseligen Aquarium machen. Es ist zu erwarten, dass man wie bei Creature Labs' erfolgreichen PC-Spielen Creatures und Creatures 2 auf die virtuellen Lebewesen einwirken, für sie sorgen, sie trainieren und mit ihnen spielen kann.

Kommentar:
Seit 1960 werden die Sea-Monkeys in den USA und später auch im Rest der Welt verkauft. Entsprechend groß ist - zumindest in den USA - ihr Bekanntheitsgrad. Creature Labs dürfte damit einen sicheren Verkaufshit landen, der den großen Erfolg der Creatures-Serie wie einen Witz aussehen lässt.


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