PC-Spiele - immer mehr Fortsetzungs-Produkte
Laut einem Bericht der PC-Spielezeitschrift "GameStar", die alle im Magazin getesteten Programme der Jahrgänge 1998 und 1999 ausgewertet hat, hat sich der Anteil von Wiederholungsware unter den PC-Spielen von knapp 29 Prozent in 1998 auf über 35 Prozent in 1999 erhöht.
Eine Versions- oder Jahreszahl hinter dem Namen ist bei PC-Spielen schon fast zur Regel geworden, berichtet die Zeitschrift. Durch zügig veröffentlichte Fortsetzungen mit einem hohen Anteil wieder verwerteter Inhalte aus vorangegangenen Versionen sparen viele Firmen die oft hohen Entwicklungsausgaben – allerdings oft auf Kosten von Originalität und Qualität der Programme. Gegenüber einer Neuentwicklung können etwa 25 bis 40 Prozent der Investitionen eingespart werden.
PC-Spieler werfen den Herstellern Mangel an Innovation und Sorgfalt vor. Die Wiederholungsware biete zu wenig Neues und die Faszination des Alten verfliege mit den Jahren, so "GameStar" weiter. Eilig auf Kosten der Qualität produzierte Spiele werden von den Käufern aber immer seltener akzeptiert. Vielmehr fallen sie zunehmend negativ auf den Namen des Herstellers zurück.
Diesen Gegenwind bekommt auch die "Tomb Raider"-Serie mit der bekannten Hauptfigur Lara Croft zu spüren, deren aktueller Teil – Version 4 – sich im vergangenen US-Weihnachtsgeschäft nur mäßig verkaufte und auch in Deutschland hinter den Erwartungen zurück blieb.



