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Creatives 3D-Sound-Konkurrent Aureal vor dem Ende?

Soundkarten-Hersteller unter Chapter 11. Nachdem Aureal bereits Ende März den Rücktritt des gesamten Vorstands ankündigen musste, geht es nun mit dem für den leistungsfähigen 3D-Sound-Standard A3D verantwortlichen Unternehmen weiter bergab: Gestern Abend verkündete das Unternehmen, dass es Gläubigerschutz unter Chapter 11 angemeldet habe.
/ Christian Klaß
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Für die finanziellen Verluste, die das Unternehmen in den letzten Quartalen erlitten hat, hatte der ebenfalls zurückgetretene Senior Vice President Finance, David Domeier, nicht zuletzt auch einen gewonnenen aber langwierigen Rechtsstreit mit Creative Labs verantwortlich gemacht. "Wir können den Einfluss des Gerichtsverfahrens und der begleitenden Störung des Marktes auf unsere Verkaufszahlen nicht abschätzen, aber wir wissen, dass unsere Kunden durch die Geschehnisse verunsichert waren."

Vor etwa zwei Jahren hatte Aureal mit seinen beliebten A3D-1.0-3D-Sound-Algorithmen einiges an Aufsehen verursacht. Mit der Nachfolgeversion 2.0 verhielt es sich nicht anders, allerdings holte Creative Labs mit dem konkurrierenden Standard EAX schnell auf. EAX wurde sogar als offener Standard in Microsofts DirectSound-API integriert, was das Auftauchen von EAX-kompatiblen Soundkarten von Fremdherstellern beschleunigte. A3D 2.0 konnte sich jedoch trotzdem recht gut behaupten.

Zu den Herstellern, die Aureals Vortex-1- und Vortex-2-Soundchips verbauen, zählen Diamond Multimedia, Turtle Beach und Videologic. Im letzten Jahr begann Aureal schließlich selbst mit dem Verkauf von eigenen Soundkarten, um die eingefahrenen Verluste zu decken.

Die Zukunft scheint für Aureal also gerade alles andere als rosig zu sein. Doch vielleicht findet sich ja ein Käufer, der das Unternehmen aus der Misere rettet...


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