Abo
  • Services:

Amiga stellt Entwicklersystem vor - Red Hat als Partner

Strategische Partnerschaft mit Sun, Red Hat und Corel

Fleecy Moss, der Vice President von Amiga, hat am Wochenende auf der Amiga-2000-Konferenz Details des erwarteten Amiga-Entwicklersystems vorgestellt, das auf einem preiswerten PC mit schneller Grafikkarte und installiertem Linux basiert. Überhaupt scheint Linux neben dem zukünftigen Amiga-Betriebssystem eine große Rolle für die neue Plattform zu spielen.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Hardware des ab diesem April erhältlichen Entwicklersystems umfasst einen mit 500MHz getakteten AMD-K6-2-Prozessor, 64MB SDRAM und eine GeForce256-Grafikkarte. Die Entwicklungsumgebung läuft derzeit unter Red Hat Linux und soll auf jedem PC einsetzbar sein; allerdings gibt es nur Support für diejenigen, die das Entwicklersystem auch von Amiga erstanden haben. Die Unterstützung von Seiten der Entwickler scheint Amiga jetzt schon sicher zu sein, da bereits jetzt die Portierung von 100 gebräuchlichen alten Amiga-Anwendungen angekündigt wurde.

Stellenmarkt
  1. Hannoversche Informations­technologien AöR, Hannover
  2. Landeshauptstadt München, München

Erst gegen Ende des Jahres sollen die Consumer-Maschinen folgen, auf denen das schlanke von Tao programmierte Amiga-Betriebssystem laufen soll. Der auf Taos Elate-Betriebssystem basierende Kernel soll nur 25KB groß sein. Mit aufgesetzter und damit austauschbarer bzw. modifizierbarer GUI und Java-Unterstützung soll das Betriebssystem gerade einmal 3MB RAM benötigen. Entsprechend fix dürften die Anwendungen sein, die dank des Betriebssystems ohne Recompilierung auf unterschiedlichster Hardware laufen sollen - damit eignet sich die Amiga-Plattform sowohl für übliche Desktop-Systeme als auch für Internet-Appliances.

Linux soll übrigens nicht nur als Basis für das Entwicklersystem gelten, sondern eine wichtigere Rolle spielen. So sollen 26 verschiedene Linux-Distributionen in Zukunft Amigas neuen "Consumer Application Layer" unterstützen und einen Standard für Anwendungsoberflächen bzw. -schnittstellen schaffen. Zukünftige Corel-Linux-Anwendungen sollen sogar von Hause aus eine Amiga-Benutzeroberfläche erhalten.

Als strategische Partner hat Amiga Sun und Red Hat gewonnen, ob dem allerdings so viel Bedeutung zugemessen werden sollte, ist fraglich. Schließlich ist Sun von jedem strategischer Partner, der Java unterstützt. Welche Rolle Red Hat spielt, ist noch nicht ganz klar - Gerüchte zu einer Beteiligung an oder gar einer Übernahme von Amiga Inc. sind zumindest schon im Netz zu finden. Weitere Partnerschaften sollen folgen.

Amiga peilt zwei verschiedene Märkte an, die mit der skalierbaren und flexiblen neuen Plattform abgedeckt werden sollen: Für den "Digitalen Abenteurer", der dem Bild des Amiga-Nutzers entspricht, soll es eine leistungsfähige Hard- und Softwareplattform geben, die Fantasie und Kreativität fordert. Für den Heimbereich sollen spezielle Geräte geschaffen werden, die ihren vorbestimmten Zweck erfüllen und auch von Computer-unerfahrenen Nutzern spielend bedient werden können.

Kommentar:
Die neue Amiga-Plattform soll alle bisherigen Betriebssysteme in der Skalierbarkeit schlagen - schließlich muss nur der Betriebssystem-Kernel an die jeweilige Prozessor-Architektur angepasst werden, da die Anwendungen auf einem virtuellen Prozessor laufen und von der Hardware im Prinzip abgeschottet sind. Doch wird Amiga nicht für sämtliche Hardware-Konfigurationen entsprechende Treiber liefern können. Wieviel dann noch von der Skalierbarkeit übrig bleibt, muss sich zeigen. Sicher ist, dass Amiga die Hardware-Plattform wechseln kann, ohne dass erst sämtliche Anwendungen neu geschrieben werden müssten.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 86,99€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. Mass Effect: Andromeda PS4/XBO für 15€ und Mission Impossible 1-5 Box für 14,99€)
  3. 29€ (Bestpreis!) - Tuning-Tipp für ältere PCs
  4. 99,90€ (Bestpreis!)

Folgen Sie uns
       


Leistungsschutzrecht und Uploadfilter - Golem.de Live

Nach der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten sprach sich am Mittwoch in Brüssel auch der Rechtsausschuss des Europaparlaments für ein Recht aus, das die digitale Nutzung von Pressepublikation durch Informationsdienste zustimmungspflichtig macht. Ein Uploadfilter, der das Hochladen urheberrechtlich geschützter Inhalte verhindern soll, wurde ebenfalls auf den Weg gebracht. Doch was bedeutet diese Entscheidung am Ende für den Nutzer? Und wer verfolgt eigentlich welche Interessen in der Debatte?

Leistungsschutzrecht und Uploadfilter - Golem.de Live Video aufrufen
Urheberrrecht: Etappensieg für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
Urheberrrecht
Etappensieg für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter

Trotz aller Proteste: Der Rechtsausschuss des Europaparlaments votiert für ein Leistungsschutzrecht und Uploadfilter. Nun könnte das Plenum sich noch dagegenstellen.

  1. Leistungsschutzrecht Nur Einschränkungen oder auch Chancen?
  2. Vor Abstimmung 100 EU-Abgeordnete lehnen Leistungsschutzrecht ab
  3. Urheberrecht EU-Staaten für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter

Elektroautos: Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts
Elektroautos
Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts

Wenn Betreiber von Ladestationen das Wort "eichrechtskonform" hören, stöhnen sie genervt auf. Doch demnächst soll es mehr Lösungen geben, die die Elektromobilität mit dem strengen deutschen Eichrecht in Einklang bringen. Davon profitieren Anbieter und Fahrer gleichermaßen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. WE Solutions Günstige Elektroautos aus dem 3D-Drucker
  2. Ladesäulen Chademo drängt auf 400-kW-Ladeprotokoll für E-Autos
  3. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse

CD Projekt Red: So spielt sich Cyberpunk 2077
CD Projekt Red
So spielt sich Cyberpunk 2077

E3 2018 Hacker statt Hexer, Ich-Sicht statt Dritte-Person-Perspektive und Auto statt Pferd: Die Witcher-Entwickler haben ihr neues Großprojekt Cyberpunk 2077 im Detail vorgestellt.
Von Peter Steinlechner


      •  /