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Spieletest: Final Fantasy 8 - Kultspiel endlich auch im PC

Langerwartete Umsetzung des PlayStation-Verkaufshits. Knapp ein halbes Jahr nachdem Besitzer einer PlayStation den achten Teil der weltweit erfolgreichsten Rollenspielreihe überhaupt erleben durften, kommen nun auch PC-Spieler dank der Konvertierung durch Eidos in den Genuss dieses Programmes. Seine eigentliche Konsolenherkunft kann das Abenteuer dabei mal wieder nicht verbergen.
/ Thorsten Wiesner
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Aber zuerst zur Story: Man übernimmt zu Beginn die Rolle des jugendlichen und recht unbeherrschten Squall Leonhart, der wie der Rest der Party zu den Absolventen der Söldnerakademie Seed gehört. Da der Bösewicht Galbadia den Krieg ausgerufen hat, muss nun eine böse Hexe ausfindig gemacht werden, die für die Kriegserklärung verantwortlich ist. Schritt für Schritt gerät man mehr in die einmal wieder faszinierende und äußerst komplexe Welt des Final-Fantasy-Universums, springt zwischen verschiedenen Welten und Traum und Realität hin und her.

Die größten Unterschiede zur PlayStation lassen sich bereits im Vorspann ausmachen, da die Grafik deutlich verbessert wurde und nun um einiges detaillierter und farbenfroher wirkt. Selbst die Musik scheint etwas atmosphärischer zu sein. Gleich zu Beginn wird aber ebenfalls das größte Manko des Programms offenbar: Zum wiederholten Male ist es nicht möglich, die Maus als Steuerungsinstrument zu benutzen. Stattdessen muss auf ein Pad oder die Tastatur zurückgegriffen werden, was die Bedienung nicht unbedingt komfortabler macht.

Als nicht zeitgemäß müssen auch die Gespräche bezeichnet werden, denn heutzutage ist man am PC Sprachausgabe gewöhnt. Die Textfenster, die originalgetreu von der Konsolenversion übernommen wurden, wirken leicht antiquiert. Ansonsten wird einem aber wieder alles das geboten, was diese Serie so berühmt gemacht hat: Eine ausgeklügelte Charaktergenerierung, ein fortschrittliches Zauberspruchsystem und das "Active Time Battle"-Kampfsystem. Zudem überzeugen das futuristische Design und die faszinierenden Manga-Charaktere.

Das Gameplay des auf fünf CDs verteilten Asien-Rollenspiels weiß also einmal mehr zu überzeugen, aber in technischer Hinsicht macht sich Enttäuschung breit, vor allem, da Ultima 9 erst kürzlich vorgemacht hat, wie ein zeitgemäßes Rollenspiel heute am PC aussehen kann - wenn die beiden Programme auch zugegebenermaßen eher schwer zu vergleichen sind.

Fazit:
Anhänger der Final-Fantasy-Serie werden einmal mehr solide bedient, neue Freunde wird die Saga durch den achten Teil zumindest am PC aber kaum gewinnen. Dazu gibt es zu viele, zwar nicht spielentscheidende, aber doch störende technische Mängel. Ein bisschen mehr Liebe und Sorgfalt bei der Konvertierung hätte da wahrscheinlich wahre Wunder bewirkt. Bleibt zu hoffen, dass bei den bereits angekündigten Teilen 9, 10 und 11 die technischen Möglichkeiten des PCs besser berücksichtigt werden.


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