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Verschlüsselung von Stephen Kings erstem E-Book geknackt

Verschlüsselungscode von "Riding the Bullet" kursiert im Netz. "Riding the Bullet", der erste ausschließlich im Internet vertriebene Roman von Stephen King, gehört seit dem Erscheinungsdatum am 14. März zu den erfolgreichsten E-Books. Nun müssen der Autor und sein Verlag Simon & Schusters miterleben, wie das eigentlich "kopiergesicherte" Grusel-E-Book als geknackte Raubkopie im Internet herumgeistert.
/ Christian Klaß
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Da das englischsprachige Buch nun sogar als ungeschützte PDF-Datei frei im Netz erhältlich ist, haben die Verlags-Anwälte alle Hände voll zu tun, Webseiten mit entsprechenden Download-Angeboten ausfindig zu machen. Ein wahrscheinlich aussichtsloses Unterfangen, denn irgendwo wird die PDF-Datei immer auftauchen.

Grund für das schnelle Knacken des Codes war die niedrige 40-Bit-Verschlüsslung, die der Anbieter Glassbook für "Riding the Bullet" gewählt hatte, um das Buch auch außerhalb der USA anbieten zu können. Die Wahrung der restriktiven US-Kryptoregelung hat so zu wirtschaftlichem Schaden für Autor, Verlage und die verschiedenen E-Book-Anbieter geführt.

Mittlerweile bietet Glassbook das Buch nur noch in einer 64-Bit-Verschlüsselung an, doch das wird den entstandenen Schaden höchstens dämpfen können. Wie sich der Vorfall auf andere Autoren und vor allem den Buchhandel auswirkt, muss sich zeigen; das Misstrauen gegenüber elektronischer Distribution dürfte jedenfalls angestiegen sein.


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