BeOS 5 Personal Edition ab sofort kostenlos erhältlich
Vor allem in Punkto Anwenderfreundlichkeit, der multimedialen Internet-Nutzung, in der Audio-Verarbeitung und der Hardwareunterstützung wurde BeOS 5 weiterentwickelt. So bietet bereits die kostenlose Personal-Edition von BeOS Unterstützung für zahlreiche PCMCIA-, USB- und Firewire (IEEE 1394)-Peripheriegeräte. Für den Internetzugang – egal ob per Dial-up oder per Firmennetz – bietet BeOS 5 einen weiterentwickelten Browser an.
Nicht nur mit TCP/IP-Netzwerken kommt BeOS 5 klar, auch das in der Macwelt gebräuchliche Apple-Talk wird unterstützt. BeOS 5 Personal Edition kann per Mausklick aus Windows heraus gestartet werden und übernimmt die Kontrolle des Rechners – bis zum Neustart. Eine elegante Lösung, vor allem für unerfahrene PC-Besitzer, die über den Windows-Tellerrand hinaus blicken wollen.
Die Pro-Edition ist im Gegensatz zur ausschließlich für Intel-kompatible (x86) Systeme gedachten Personal-Edition auch für PowerPC-basierte Rechner erhältlich. Laut Be kann sie Daten in Terabytegröße verwalten und unterstützt zusätzliche Audio/Video-Codecs wie Cinepak, Indeo 5, P-JPEG und MP3. 26 Anwendungen, die meisten Multimedia-orientiert sind, liegen BeOS 5 Pro bei.
Ein kostenloses "IDE" genanntes BeOS-Entwickler-Kit steht zum Download bereit, inklusive Compilern, Entwickler-Bibliotheken, Beispiel-Code und Dokumentation.
Zudem hat Be heute überraschend den Source-Code zum BeOS-Desktop-Manager "Tracker" und dessen "Deskbar" (vergleichbar mit der Taskleiste von Windows) freigegeben, um es Entwicklern zu ermöglichen, näher am System zu arbeiten. Das Tracker SDK und das Deskbar SDK (Taskbar) finden sich unter opentracker.org und opendeskbar.org.
Während BeOS 5 Personal per Internet erhältlich ist und bald auf CDs diverser Computer-Zeitschriften zu finden sein dürfte, hat sich Be für BeOS 5 Pro einige Publisher als Vertriebspartner gesucht. In Deutschland, Österreich und Schweiz übernimmt Koch Media die Distribution. Besitzer älterer BeOS-Versionen, die auf BeOS 5 Pro upgraden wollen, müssen sich laut Be an Koch Media wenden und nach den Konditionen fragen.
Kommentar:
Kostenlos? Das alleine wäre kein Novum, doch handelt es sich auch um ein für jeden leicht installierbares, nutzbares und trotzdem leistungsfähiges Betriebssystem, das Windows eigentlich in fast allem überflügelt und damit einen Blick wert ist.
Kostet ja nichts – sieht man mal vom Download ab. Wenn Be es mit der Aktion dann auch noch schafft, genügend Entwickler zu interessieren, könnte aus BeOS endlich ein Windows-Konkurrent werden, dem es auch an Anwendungen nicht mangelt. Diese gibt es zwar schon, doch nicht in der Hülle und Fülle wie es sie für die Windows-Welt gibt. Dafür sind die Perlen aber auch leichter zu finden.



