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DIHT: Regulierungsbehörde soll Schul-Computer finanzieren

Geld aus Frequenzversteigerungen soll direkt in die Schulen fließen. Mit den Einnahmen der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post sollten künftig Computer für Schulen gekauft und Lehrer für die technologische Zukunft fit gemacht werden. Das forderte der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT).
/ Jens Ihlenfeld
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Es sei zwar zu begrüßen, dass einzelne Unternehmen Schulen sponsern und damit deren Anschluss an die Informationsgesellschaft fördern. Künftig müssten aber Bund und Länder diese Aufgabe verstärkt selber in die Hand nehmen, um die Lücke bei den IT-Fachkräften mittelfristig wieder aus eigener Kraft zu schließen.

Die Regulierungsbehörde hatte bereits 1999 mehr als eine Milliarde DM eingenommen. In diesem Sommer versteigere die Behörde die Frequenzen für die nächste Mobilfunkgeneration UMTS. Dafür erwarte sie einen Erlös von zwei bis vier Milliarden DM aus der Versteigerung für die Bundeskasse. Dieses Geld soll nach Meinung des DIHT direkt in die informationstechnologische Versorgung von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen fließen.

In den Schulen dort würden nicht nur Computer benötigt, es herrsche auch Bedarf an Lehrmittel-Software, an entsprechend ausgebildeten Lehrern oder an Berufsakademien mit informations- oder kommunikationstechnischem Schwerpunkt.

Der DIHT will seinen Vorschlag am Vorabend eines Fachkongresses des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) "Telekommunikation 2010" am kommenden Donnerstag, den 30. März, in Bonn unterbreiten. Dort sollen zahlreiche Experten "Leitlinien einer zukunftsorientierten Wirtschaftspolitik für den wachstumsstarken Informations- und Kommunikationsmarkt" entwickeln.


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