Spieletest: The Longest Journey - Phantastisches Adventure
Klassisches Spielprinzip im neuen Design. Freunde klassischer Adventures im Stil der legendären Lucas-Arts-Programme wie Monkey Island oder Maniac Mansion hatten in letzter Zeit nur wenig Freude an den aktuellen Spielneuerscheinungen, da dieses Genre kaum bedacht wurde. Mit dem von Funcom und Egmont Interactive veröffentlichen Titel "The Longest Journey" ist diese Durststrecke nun endlich überwunden.
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Als Spieler übernimmt man die Rolle der achtzehnjährigen April Ryan, einer Kunststudentin, die vor kurzem vom Land in die Großstadt Newport gezogen ist und seitdem von seltsamen Albträumen heimgesucht wird. In diesen findet sie sich in der mittelalterlichen Szenerie von Arcadia wieder, einer Welt, in der das Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos und Gut und Böse nicht mehr im Lot ist. Nun liegt es an April, wieder für Frieden zu sorgen.
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Mag die Hintergrundgeschichte im ersten Moment vielleicht ein wenig einfallsarm erscheinen, so erweist sich die Praxis als wahres Feuerwerk von guten Spielideen und einer stimmungsvollen Story. Man steuert April im simplen Point-and-Click-Verfahren, wie man es von oben genannten Adventure-Klassikern kennt. Der Mauszeiger ändert über Gegenständen, die man benutzen, aufnehmen oder untersuchen kann, seine Form, sodass einem nichts Wichtiges entgehen kann. Die Gespräche werden im Multiple-Choice-Modus geführt, und die Verwaltung des Inventars ist ebenso einfach wie praktisch.
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Grafisch kann man zwischen einem 16-Bit- und einem 32-Bit-Modus wählen, wobei auch ersterer bereits mit wunderhübschen Landschaften und Hintergründen aufwartet. Die Musikuntermalung ist ebenfalls sehr stimmungsvoll, die komplett deutsche Sprachausgabe kann zudem mit den Original-Synchronstimmen von Jack Nicholson, Sean Connery, Nicholas Cage und vielen anderen bekannten Schauspielern aufwarten.
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Hier wurde viel Liebe in kleinste Details investiert: Die flapsige Art von April sorgt immer wieder für kleine humoristische Höhepunkte, eine Vielzahl von gerenderten Zwischensequenzen ist schlüssig in das Spiel eingebunden, und Extras wie die Möglichkeit, geführte Gespräche im Tagebuch nochmals nachzulesen, sorgen für eine hohe Motivation und einen realistischen Schwierigkeitsgrad.
Fazit: The Longest Journey dürfte zu den absoluten Highlights des Spielejahres 2000 gehören. In Zeiten, wo fast nur noch 3D-Shooter und Actionadventure veröffentlicht werden, die zwar durch ihre Präsentation beeindrucken können, es aber an spielerischer Tiefe mangeln lassen, gehört dieses Programm zu den absoluten Perlen der Neuerscheinungsflut. Insbesondere, da es an Konkurrenz mangelt – selbst Lucas Arts wandte sich mit Indy 5 ja vom klassischen Spielprinzip ab – führt kein Weg an "The Longest Journey" vorbei.