Neue Spielekonsole - mit Linux und Breitbandzugang
Die technische Ausstattung der Konsole kann sich sehen lassen, allerdings fällt sofort auf, dass ein CD- bzw. DVD-Laufwerk fehlt. Spiele oder sonstigen digitalen Content will Indrema demnach nur per Breitband-Netz einspielen. Dafür gibt's dann jedoch eine Festplatte mit ausreichend Speicherplatz. Zum 3D-Beschleuniger gibt es noch keine Angaben, allzu viele T&L-Grafikprozessoren gibt es jedoch noch nicht, so dass nur Chips von NVidia, ATI, Matrox oder - momentan eher unwahrscheinlich - S3 in Frage kommen.
Die technischen Details:
- 600MHz-Prozessor
- 64MB Fast Memory
- 3D-Grafikprozessor mit Transform & Lightning (T&L) Engine und MPEG2-Hardware-Beschleunigung.
- 3D-Soundkarte
- Festplatte mit 2, 8, 30 oder 50GB
- 100Mbps Ethernet-Anschluss
- TV-Ausgang und Video-Eingang (Composite)
- S-Video Ein- und Ausgang
- Optionaler SVGA-Ausgang
- HDTV-Ausgang
- Stereo-Ein- und Ausgang
- Optischer Digitalausgang (Audio)
- 4 USB-Anschlüsse
- Infrarot-Schnittstelle
- Drahtlose Tastatur und Maus
Als Linux-Distribution wird das eigens entwickelte "DV Linux" aufgespielt, komplett mit Netscapes Mozilla-Browser, E-Mail-Applikation, den Spielen "Quake3: Arena" (in Deutschland indiziert) und Unreal Tournament, einem MP3/Video-Management und Wiedergabe-System sowie Software zum TV-Empfang. DV Linux unterstützt die Grafikschnittstellen Mesa3D, DRI und OpenStream.
Ab wann und für welchen Preis die Linux-Spielekonsole erhältlich sein wird, ist noch nicht bekannt. Da die meisten kommenden 3D-Grafikprozessoren erst im zweiten Halbjahr in ausreichenden Stückzahlen erhältlich sein werden, dürfte das Indrema-L600-Entertainment-System etwa zu diesem Zeitpunkt auf den Markt kommen.
Kommentar:
Obwohl Indrema auf seiner Website betont, eine Konsole für die ganze Familie anbieten zu wollen, dürfte man doch eher Linux- und Technik-Fans für sich gewinnen. Zudem sind die voraussichtlich mitgelieferten Spiele mehr für Erwachsende geeignet als für Kinder. Trotzdem ist die Konsole sehr interessant, da sie zu den ersten reinen Entertainment-Systemen auf Linux-Basis zählt.



