Bund legt Bildungssoftware-Programm auf
Lernen mit dem PC soll zum Normalfall im Unterricht werden, egal ob in Englisch, Mathematik, Biologie oder Geografie.
"Nachdem wir den Durchbruch geschafft haben, Schulen mit Computern und Internetzugängen auszustatten, will ich jetzt dafür sorgen, dass erstklassige Bildungssoftware entwickelt wird." Mit diesen Worten stellte in Berlin die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, das neue Förderprogramm "Neue Medien in der Bildung" vor. Bulmahn weiter: "Ich will mit dem Programm dazu beitragen, dass Deutschland im Bereich der Lernsoftware in fünf Jahren weltweit eine Spitzenposition einnimmt." Ein Ziel des Programms sei es, den Markt für Lernsoftware, dem weltweit dreistellige Zuwachsraten prognostiziert werden, in der Bundesrepublik Deutschland anzuregen.
Bulmahn erklärte, im Bereich der beruflichen Bildung werde eine erste Maßnahme bei der IT-Fachkräftequalifizierung liegen, da hier der größte Bedarf bestehe. In den Hochschulen gehe es darum, die Anwendung von neuen Medien in die Reform von Studiengängen oder neuen Abschlüssen wie Bachelor und Master einzubeziehen.
Beim Lehrangebot der Zukunft spiele die Entfernung keine Rolle mehr, Studierende könnten sich die besten Kurse verschiedener Anbieter aussuchen oder ihre Examen an einer beliebigen Hochschule ablegen. Inländische und ausländische Hochschulen sollen multimediale Lehr- und Lernmodule gemeinsam entwickeln.
Das Förderprogramm ist Teil des Aktionsprogramms der Bundesregierung "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts".
Dem Softwareprogramm sollen jetzt Ausschreibungen für die einzelnen Bereiche folgen, die ebenso wie das jetzige Programm im Internet unter der Webadresse des BMBF unter www.bmbf.de abrufbar sein werden.
Das Förderprogramm ist in den Teilen Schule und berufliche Bildung als Wirtschaftsförderung angelegt. Gefördert werden Projekte von Medienanbietern, Verlagen aber auch Museen oder Bildungsträgern, im Allgemeinen mit 50 Prozent der Entwicklungskosten. Im Schul- und Hochschulbereich wird dazu öffentlich ausgeschrieben, im beruflichen Bereich sollen es gemeinsame Vorschläge der Sozialpartner sein. Projektträger ist die GMD – Forschungszentrum Informationstechnik GmbH in Sankt Augustin.
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