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Moorhuhnblocker - Wider das Moorhuhnspiel (Update)

Softwareunternehmen will Moorhuhnspiel am Arbeitsplatz unterbinden

Dem Moorhuhnwahn in deutschen Büros will das Softwarehaus Mesch mit dem Moorhuhnblocker Einhalt gebieten. Die Software entlarvt Moorhuhn-spielende Mitarbeiter oder treibt sie zum Wahnsinn. Das "Problem" hat mittlerweile sogar Phenomedia, die Macher des Moorhuhns, zur Stellungnahme veranlasst...

Artikel veröffentlicht am ,

Die Software des Oldenburger Unternehmens bietet drei Stufen der Blockade an. Will man das Moorhunhspiel nur eindämmen, verringert die Software beim Spielen die Scrollgeschwindigkeit und schaltet die rechte Maustaste ab, womit das Spiel schnell uninteressant werden dürfte.

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Will man hingegen das Spielen nur außerhalb der Pausen unterbinden, lässt sich in einem vorgegebenen Zeitfenster zwar spielen, in der übrigen Zeit erhalten die Mitarbeiter aber einen Hinweis, dass das Moorhuhnspiel nur in den Pausen erlaubt ist.

Die gemeinste Methode dürfte jedoch ein Modus sein, indem der Arbeitsplatz des Moorhuhn-spielenden Mitarbeiters mit einem virtuellen Stempel gebrandmarkt wird, der signalisiert, hier wurde gespielt. Dieser virtuelle Stempel lässt sich sodann nur mittels eines Passwortes wieder entfernen, die Aufrufe werden zudem mitprotokolliert.

Der Moorhuhnblocker ist per Internet für 99,95 DM zu beziehen. Ob dieses Lizenzmodell für größere Unternehmen jedoch tragbar ist, darf bezweifelt werden.

Nachtrag:
Zum Thema Spielen am Arbeitsplatz erinnerte Phenomedia-Chef Scheer daran, dass es wie beim Spiel ganz klare Regeln gebe: "Es gibt viele Möglichkeiten, Arbeitszeit kaputtzumachen: gedankenloses Aktenblättern, Fingernägelfeilen, generelle Unlust und natürlich auch Spielen. Das kann niemand wollen. Wenn aber Arbeitspausen genutzt werden, um sich beim Spielen von virenfreien Moorhühnern zu entspannen, dann liegt darin ein hoher Motivationsfaktor, der auch von vielen Chefs gesehen wird, nach dem Motto: Spielen, Entspannen, Ranklotzen. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Faktor zunehmend gesehen wird, und dass der Chef, der stolz ist auf einen Spitzenplatz in der firmeninternen Highscore-Liste, nicht länger zu einer - wenn auch wachsenden - Minderheit gehört." Die Cheftaste jedenfalls erlaube allen Chefs, nicht ganz genau hinzusehen, wenn die Pause einmal um ein paar Sekunden überzogen werde.

Einen offensiven Weg zu einem vernünftigen Umgang mit Spielesoftware am Arbeitsplatz suchen laut Phenomedia einige Unternehmen, darunter große Konzerne. So sei bereits mehrfach die Frage an Phenomedia gerichtet worden, ob es möglich sei, ein Moorhuhnspiel zu bekommen, das man in den Arbeitspausen spielen könnte - allerdings auf zehn Spieldurchgänge am Tag beschränkt. Das entspräche dann in etwa drei Zigarettenpausen, um einmal die tatsächliche Dimension des "Problems" deutlich zu machen, betont Phenomedia-Chef Markus Scheer.

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