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Xbox - Gates nennt Details der Spielekonsole

Alle Details des selbst ernannten Dreamcast- und PlayStation-2-Killers. Bereits vor der für die Games Developers Conference (GDC) geplanten heutigen Ankündigung hat Bill Gates per Satellit erste technische Details der vorläufig als Xbox bezeichneten Spielekonsole bekannt gegeben. Noch mehr Infos befinden sich jedoch auf einer schon existierenden Webseite, die Microsoft ins Netz gestellt hat.
/ Christian Klaß
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Mit der Xbox will Microsoft sich seinen Platz in den Wohnzimmern auf der ganzen Welt sichern und dort in direkten Konkurrenzkampf mit Nintendo, Sega und vor allem Sony treten. Sie soll Weihnachten 2001 weltweit auf den Markt kommen und auf der von Windows-PCs bekannten x86-Architektur basieren.

Die technischen Details der Xbox ähneln denen eines heutigen Multimedia-PCs in der Unter-2000-DM-Preisklasse:

  • 600-MHz-Intel-x86-Prozessor
  • Spezieller 3D-NVidia-Grafikprozessor (300 MHz) mit T&L
  • 64 MB DDR-RAM mit Unified-Memory-Architektur
  • Spezieller 3D-Audio-Prozessor
  • 8-GB-Festplatte
  • 4fach-DVD-Laufwerk, auch für DVD-Videos
  • Vier Anschlüsse für Spielecontroller
  • Erweiterungsschacht bzw. -port
  • Proprietärer A/V-Anschluss
  • 100-MBit-Ethernet-Anschluss

Bis zum nächsten Jahr werden die Komponenten jedoch deutlich billiger sein, so dass sich eine Xbox für unter 1.000,- DM anbieten lassen sollte. Einen angestrebten Preis hat Microsoft bisher noch nicht verlauten lassen, dazu ist es aber auch noch zu früh.

Dass NVidia die Grafikhardware beisteuern wird, ist bereits seit wenigen Tagen bekannt. Neu ist jedoch die Ankündigung, dass die Leistung des T&L-fähigen Grafikprozessors "mehr als drei Mal höher liegen soll, als die von Konsolen der neuesten Generation" , so die Pressemitteilung zur noch nicht stattgefundenen GDC2000-Keynote von Bill Gates. Die Xbox soll mehr als 300 Millionen Polygone pro Sekunde berechnen können.

Für den Netzzugang sollen ausschließlich schnelle Netztechnologien ab DSL unterstützt werden, ein Standard-Modem wie es in Segas Dreamcast-Konsole zu finden ist, soll nicht integriert sein. Damit zielt Microsoft eindeutig auf Netzwerkspiele und die digitale Distribution von Inhalten ab, die vom Spiel bis zum Spielfilm reicht.

Für Spieleentwickler ist die Xbox besonders interessant, da sie auf Windows und DirectX basiert und eine dementsprechend schnelle Anpassung der für Windows-PCs produzierten Titel ermöglicht. Damit lassen sich bereits existierende Titel recht schnell anpassen, was der Xbox bereits von Anfang an ein beeindruckendes Softwareaufgebot bescheren dürfte. Zu den Entwicklern, die heute ihre Unterstützung für die Xbox ankündigen werden, zählen unter anderem Electronic Arts, Konami, Acclaim Entertainment und Eidos Interactive.

Um die Entwicklung zukünftiger Xbox- und Windows-PC-Spiele zusätzlich voranzutreiben, hat Microsoft eine neue Games Division gegründet.

Weiteres zur Xbox findet sich im Internet unter www.xbox.com(öffnet im neuen Fenster) .


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