Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Klang von MP3s gegenüber Audio-CDs gleichwertig?

c't machte den Hörtest mit hochwertigen MP3s. Beim Hörtest MP3 gegen CD des Computermagazins c't schätzten zwölf musiktrainierte Testhörer sowie ein Tonmeister einer Schallplattenfirma mit 256 kBit/s kodierte MP3-Dateien ebenso häufig als CD-Qualität ein wie die CD selbst.
/ Andreas Donath
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die c't hatte in der Ausgabe 3/00 die Ergebnisse eines Hörtests mit verschiedenen HiFi-Profis veröffentlicht. Von ihnen konnte auf Anhieb und ohne direkten Vergleich niemand eine MP3-Quelle oberhalb von 128 kBit/s als solche identifizieren oder gar gravierende Fehler darin entdecken. Die Tatsache, dass kein 'Fachhörer' gut kodierte MP3-Dateien von Audio-CDs unterscheiden konnte, überraschte selbst die c't-Redakteure. Aufgrund zahlreicher skeptischer Reaktionen auf diesen Artikel beschloss die c't-Redaktion, zwölf kritische Leser zum Testhören nach Hannover einzuladen.

Anhand von 17 Musikaufnahmen verschiedener Stilrichtungen sollten die Testhörer auf einer hochwertigen Referenzanlage Audio-CDs und MP3-Aufnahmen am Klang unterscheiden. Nach den Ergebnissen des Hörtests gibt es keine Musikrichtung, die sich besonders gut oder besonders schlecht zur Komprimierung eignet - genügend Sorgfalt bei der Kodierung und einen hochwertigen Encoder vorausgesetzt.

Eine Datenreduktion von rund 5:1 ist bei MP3 offenbar ohne hörbaren Verlust möglich. MP3 mit 128 kBit/s, was einer Reduktion von 11:1 entspricht, konnten die Tester jedoch in der Mehrzahl der Fälle von CD und MP3 mit 256 kBit/s unterscheiden. Andererseits wurden einige 128-kBit/s-Aufnahmen von der kompetenten Hörerschaft zur Überraschung aller Anwesenden sogar durchweg besser beurteilt als die Originale von CD.


Relevante Themen