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Umfrage zu Zahlungsmitteln im Internet

Klassische Bezahlmittel werden favorisiert

Die Umfrage 'Einstellung von Konsumenten zu Internet- Zahlungsmitteln' wurde vom 22. November 1999 bis zum 25. Januar 2000 im Rahmen des Seminars "Geld und Banken" vom Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung der Universität Karlsruhe (TH) - Sektion Geld und Währung (Prof. Ketterer) - durchgeführt.

Artikel veröffentlicht am ,

Knapp 53 Prozent aller Teilnehmer lehnen den Einsatz von vorausbezahlten Zahlungssystemen im Internet prinzipiell ab. Bei denjenigen, die vorausbezahlte Systeme im Internet prinzipiell nutzen würden, findet die GeldKarte mit knapp 50 Prozent Einsatzbereitschaft die breiteste Zustimmung, dicht vor dem ecash-System (48 Prozent), CyberCoin (42 Prozent) und MilliCent (22 Prozent).

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Die Ablehnung fällt bei MilliCent (47 Prozent) und bei der GeldKarte (31 Prozent) am deutlichsten aus. Nimmt man diejenigen Befragten hinzu, die noch unentschieden über die Nutzung der vorgestellten Einzelsysteme sind, so übertreffen die Einsatzpotenziale von ecash (78 Prozent) und CyberCoin (75 Prozent) die GeldKarte (69 Prozent) und MilliCent (53 Prozent).

Rund 12 Prozent der Befürworter vorausbezahlter Systeme würden nicht mehr als 50,- DM in ihrer elektronischen Geldbörse vorhalten, weitere 30 Prozent maximal 100,- DM, aber die größte Gruppe (44 Prozent) setzt die Obergrenze ihres geladenen Guthabens bei 400,- DM an. Es verbleiben somit nur rund 14 Prozent, die auch Beträge oberhalb von 400,- DM auf ihre elektronische Geldbörse laden würden.

Die Bereitschaft zur Verwendung von Kreditkarten zum Bezahlen beim Online-Shopping fällt sehr unterschiedlich aus, je nachdem, ob die Teilnehmer bereits Erfahrungen mit dem Kauf via Internet gesammelt haben (ca. 90 Prozent) oder nicht (10 Prozent). So lehnt nur rund ein Drittel der bereits erfahrenen Online-Käufer kreditkartenbasierte Verfahren ab, während in der Gruppe der Antwortenden ohne persönliche Shopping-Erfahrung die Ablehnungsquote für Kreditkarten bei 65 Prozent liegt.

Die klassischen Zahlungsmittel (Rechnung/Überweisung, Nachnahme, Vorausscheck) würden über 90 Prozent aller Befragten zum Bezahlen von Online-Bestellungen einsetzen, die Mehrzahl auch für Zahlungsbeträge über 1000,- DM (55 Prozent).

Erfahrungen beim Online-Shopping haben rund 90 Prozent aller Umfrageteilnehmer bereits gesammelt. Die meisten Befragten mit Shopping-Erfahrung kaufen und bestellen überwiegend bei Unternehmen in Deutschland (64 Prozent). Sie bezahlen per Nachnahme (48 Prozent), per Überweisung (52 Prozent), per Kreditkarte (53 Prozent) oder per Lastschrifteinzug (34 Prozent). Nur 2 Prozent haben bereits die vorausbezahlten Internetzahlungsmittel benutzt. Mehr als 95 Prozent der Teilnehmer mit Erfahrung im Online-Shopping haben bereits private Käufe getätigt, beruflich hingegen nur 44 Prozent.

Für 83 Prozent der Umfrageteilnehmer hat das Thema Sicherheit im Zahlungsverkehr höchste Priorität, gefolgt von der Nachvollziehbarkeit aller Umsätze (74 Prozent) und breit gestreuten Einsatzmöglichkeiten (64 Prozent). Bei denjenigen Befragten ohne Shopping-Erfahrung stellt das "ungute Gefühl" mit 62 Prozent das wichtigste Hemmnis dar.

Insgesamt haben mehr als 2.500 Personen die Fragen vollständig beantwortet. Die Teilnehmer an der Umfrage wurden nicht nach einem repräsentativen Muster ausgewählt und angesprochen, sondern haben aus eigener Initiative die Fragebögen ausgefüllt.

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