SGI verkauft Cray Vektorsupercomputer Business
Durch den Verkauf des Cray-Business will sich SGI besser auf seine neuen Wachstumsziele im Technical-Computing-Markt fokussieren, die das Unternehmen über die Weiterentwicklung seiner vereinheitlichten, skalierbaren NUMA-Architektur sowie über die Entwicklung und Vermarktung eines breiten Spektrums technisch-wissenschaftlicher Anwendungen realisieren will. Durch den Verkauf der Cray-Aktivitäten sei das Unternehmen in der Lage, seine Ressourcen, Technologien und zukünftigen Plattformen konsolidiert auf eine einheitliche Linie von Lösungen auszurichten.
SGI hatte die Pläne bezüglich seiner Vektorcomputer-Aktivitäten bereits im Sommer 1999 bekannt gegeben. Der Verkauf dürfte, nachdem die dafür üblichen rechtlichen Regelwerke durchlaufen sind, innerhalb der nächsten 60 Tage wirksam werden.
Details hinsichtlich der finanziellen Seite gaben die beiden Vertragspartner nicht bekannt.
Nach Wirksamkeit der Transaktion wird Tera die Eigentumsrechte an sämtlichen Cray-Supercomputerlinien, zukünftigen Cray-Vektorprodukten (einschließlich des Cray-SV2-Systems) sowie an drei Facilities in Chippewa Falls in Wisconsin erhalten. Ebenso sind die bestehenden Service-Verträge Bestandteil der Transaktion. Den etwa 800 Mitarbeitern, die derzeit innerhalb SGIs Cray-Business tätig sind, wird Tera ein adäquates Übernahmeangebot unterbreiten.
SGI behält allerdings die exklusiven Rechte an seiner Technologie der modularen, hochgradig skalierbaren Systemarchitektur NUMA (Non Uniform Memory Access), einschließlich der darauf aufsetzenden aktuellen und zukünftigen Produkte sowie deren Unterstützung durch Software-, System- und Service-Ingenieure und entsprechender Operationen in den Betriebsstätten in Chippewa Falls und Eagan. Unberührt vom Verkauf bleiben insbesondere als derzeitige NUMA-Produkte die Server SGI Origin sowie die HighEnd-Visual-Workstation-Linie Silicon Graphics Onyx2.
Im Januar 1999 kündigte SGI seine Server-Strategie mit einer erweiterten MIPS-Prozessor-Roadmap und der Entwicklung skalierbarer Server auf Basis von Intel-Prozessoren der 64-Bit-Architektur IA-64 an. Das Unternehmen will noch innerhalb dieses Jahres Systeme ankündigen, bei denen auf der Basis dieser Prozessortechnologien die nächste NUMA-Architektur-Generation sowie Clustering-Technologien verwirklicht werden.
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