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Internet-Hotline für IT-Berufe

Bundesamt für Arbeit will Fachkräftebedarf ermitteln. Die Bundesanstalt für Arbeit hat eine zusätzliche Internet-Hotline eingerichtet, über die Betriebe der IT-Branche ihr aktuelles Stellenangebot umgehend mitteilen können. Man will so den Bedarf an Fachkräften der IT-Branche feststellen. Außerdem benennen die Arbeitsämter ständige Ansprechpartner für IT-Betriebe.
/ Jens Ihlenfeld
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Mit diesen sollen Personalprobleme besprochen und Lösungsmöglichkeiten gefunden werden. Schon heute besteht die Möglichkeit, für beruflich hochqualifizierte Ausländer eine Arbeitserlaubnis zu bekommen, wenn entsprechende inländische Arbeitskräfte fehlen.

Nach einer Information vom Mittwoch lädt die Bundesanstalt für Arbeit kurzfristig zu einer Fachleute-Konferenz mit Vertretern des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung und der Wirtschaft ein, um den tatsächlichen Bedarf an Fachkräften der IT-Branche festzustellen.

Zur Zeit sind bei den Arbeitsämtern 12.000 offene Stellen für Datenverarbeitungsfachleute gemeldet. Gleichzeitig gibt es 31.700 Stellensuchende mit diesen Berufen. Allein im Januar dieses Jahres hätten die Dienststellen der Bundesanstalt für Arbeit über 1.400 Datenverarbeitungsfachleute vermittelt. Für hochqualifizierte Ausländer hingegen hat man im letzten Jahr gerade einmal 884 Arbeitserlaubnisse erteilt.

Zur Zeit finanzieren die Arbeitsämter knapp 37.000 Arbeitnehmern Fortbildungslehrgänge im IT-Bereich. Ein Großteil von ihnen wird in den nächsten Monaten auf den Arbeitsmarkt kommen. Die Bundesanstalt für Arbeit wendet, nach eigenen Angaben, für die Fortbildung in IT-Berufen jährlich rund eine Milliarde DM auf.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 13.500 neue Ausbildungsverträge im IT-Bereich abgeschlossen. Das sei eine kräftige Steigerung gegenüber den Vorjahren. Im neuen Ausbildungsjahr wolle die IT-Branche zudem erheblich mehr Ausbildungsstellen anbieten.

Die Tatsache, dass die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Bewerber für derartige Berufe mit über 21.700 noch deutlich größer war als das Angebot, lässt jedoch daran zweifeln, ob die von der Bundesanstalt für Arbeit angebotenen Maßnahmen den Bedürfnissen der Wirtschaft gerecht werden.


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