Spieletest: Toy Story 2 - Rettet das Spielzeug
Natürlich erhält man vom Sparschwein, vom Plastikdinosaurier und den anderen Kumpanen ständig Unterstützung in Form von hilfreichen Tipps oder Power-Ups; oftmals jedoch nur dann, wenn man vorher bestimmte Aufgaben erledigt, zum Beispiel das Einsammeln von Goldmünzen. So geht es durch 15 relativ weiträumige 3D-Welten, deren Grafik zwar nett verspielt, aber nicht allzu detailverliebt ist und manchmal ein wenig grob wirkt – selbst mit optional unterstütztem 3D-Beschleuniger.
Eine nette Idee ist, dass Original-Filmsequenzen die unterschiedlichen Spielabschnitte miteinander verbinden und die Rahmenhandlung so immer wieder ins Gedächtnis zurückrufen. Die Musik und die Soundeffekte passen sich der verspielten Umgebung gut an, und die komplett deutsche Sprachausgabe mit den Stimmen der bekannten Synchronsprecher sorgt für den einen oder anderen Wiedererkennungseffekt.
Ausgerechnet bei dem Punkt, der für Actionspiele aller Art am wichtigsten ist, nämlich bei der Steuerung, gibt es allerdings heftige Kritikpunkte: Per Tastatur ist die Kontrolle von Buzz viel zu lahm und zu ungenau. Selbst bei einem Analogpad, das hier dringend zu empfehlen ist, erreicht man aufgrund unzähliger unverschuldeter Todesfälle den Punkt, wo einem die Rettung sämtlichen Spielzeugs auf dieser Welt ziemlich egal wird. Grund dafür sind die ungünstige Kameraführung, einige wirklich unfaire Stellen und die oftmals ungenaue Kollisionsabfrage.
Fazit:
Wieder mal ein Spiel zu einem Disney-Film, das aufgrund der bekannten und geliebten Charaktere, Sounds und Grafiken Pluspunkte sammelt, dem im spielerischen aber doch noch einiges zum Klassiker fehlt. Insbesondere die Mängel bei der Steuerung sorgen dafür, dass sich Genre-Highlights wie Rayman 2 nicht um ihre Spitzenposition sorgen müssen.