Dreamcast sorgt für fallenden Aktienkurs bei Sega
Laut der Financial Times rechnet Sega Japan für das laufende Jahr mit einem Verlust von 44,9 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 417 Millionen Euro. Im vergangenen Mai kündigte Sega für den selben Zeitraum einen Verlust von nur 19,8 Milliarden Yen, etwa 184 Millionen Euro, an. Die erwarteten Verluste soll CSK, der größte japanische Teilhaber an Sega, im Rahmen einer Kapitalerhöhung auffangen. Diese beträgt insgesamt 101,38 Milliarden Yen (943 Millionen Euro).
Die Sega-Aktien fielen um 500 Yen auf 3.600 Yen (33,53 Euro), bis das Reglement der Tokioter Börse griff und sie wegen mangelnder Nachfrage vom Handel ausgesetzt wurden. Im Handel in Frankfurt fielen die Aktien jedoch bis auf 30 Euro. Im Gegensatz zu Sega konnte die Konsolen-Konkurrenz, Sony und Nintendo, in Tokio gewinnen: Sony gewann 4,8 Prozent und landete bei 32.500 Yen pro Aktie, Nintendo gewann 5,7 Prozent, was 23.990 Yen pro Aktie entspricht.
Bereits zum Europa-Verkaufsstart im Oktober letzten Jahres kündigte Sega Deutschland an, bis Ende des ersten Quartals 2000 etwa 1 Million Konsolen in Europa verkaufen zu wollen. Bis jetzt sind es allerdings – laut Zahlen von Sega – erst 700.000 Konsolen, ob Sega die fehlenden 300.000 in den nächsten zwei Monaten schafft, wird sich zeigen müssen.
Kommentar:
Die Dreamcast ist zwar die derzeit ausgereifteste und einzige Konsole mit integriertem Modem und Internetzugang, doch Sega wird sich gewaltig anstrengen müssen, um sie erfolgreich gegen die am 3. März in Japan startende Sony Playstation 2 zu platzieren. Da diese immer stärker das Interesse der Börse, des Handels und der Konsumenten auf sich lenkt, wird Sega mehr brauchen als nur ein paar zugkräftige Spieletitel, um nicht auf die hinteren Ränge verwiesen zu werden.



