Preview: ATI demonstriert T&L-Mainboard auf der CeBIT
Trotz Alpha-Treibern und unfertiger, untertakteter Hardware konnte sich der S1-370 TL in der 3D-Leistung deutlich von Intels i810 absetzen: Die anspruchsvolle 3DMark-2000-Demo lief auf der Standard-Einstellung bei 640 x 480 Punkten zwar nicht ganz ruckfrei, aber für einen integrierten Chipsatz erstaunlich gut. Q3A lief hingegen, in Ermangelung von entsprechenden T&L-fähigen OpenGL-Treibern, noch nicht sonderlich gut; in höheren Auflösungen ab 800 x 600 Punkten war der 3D-Shooter nicht mehr spielbar.
Das ist jedoch kein Beinbruch, denn für Einsteiger dürfte die Leistung des Grafikprozessors – die subjektiv betrachtet etwa zwischen TNT und Savage4 liegt – mehr als ausreichend sein und im Value-PC-Markt neue Maßstäbe setzen. Damit der ab Sommer erhältliche Chipsatz auch für Hersteller interessant wird, die ihren Kunden ein mitwachsendes System bieten wollen, plant ATI die Folgegeneration um einen AGP-Steckplatz zu erweitern. Wenn die Ansprüche steigen, kann eine leistungsfähigere Grafikkarte eingesteckt werden und dem On-Board-Grafikprozessor die Arbeit abnehmen.
Ab dem dritten Quartal will ATI selbst ins Mainboard-Geschäft einsteigen, wie der Grafikkarten-Hersteller bereits letzte Woche ankündigte.