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Endlich: 3dfx zeigt VSA-100-Grafikchip in Aktion

Reichen hübsche Effekte für ein Comeback von 3dfx? 3dfx' lang erwarteter Voodoo3-Nachfolgechip, der VSA-100 ("Napalm"), wurde auf der CeBIT 2000 das erste Mal in Aktion gezeigt. Während die Boards für Mac und PC im Großen und Ganzen fertig sind und nur noch auf die Bestückung warten, handelte es sich beim hinter den Kulissen gezeigten VSA-100-Chip noch um niedrig getaktetes Silizium im Prototypen-Stadium.
/ Christian Klaß
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Der mit 100MHz Taktfrequenz recht niedrig getaktete VSA-100-Prototyp sorgte zwar bei 16Bit Farbtiefe und 640 x 480 sowie 800 x 600 Punkten für nicht 100-Prozent flüssige Grafik, konnte aber durch das vorgeführte Fullscene-Anti-Aliasing (Ganzbild-Kantenglättung) sowie 3dfx' T-Buffer-Effekte, wie z.B. Bewegungsunschärfe, überzeugen. Somit hat 3dfx noch einiges an Fehlern auszubügeln und am Silizium zu optimieren, bis der VSA-100 in die Massenproduktion gehen kann.

Von den T-Buffer-Effekten fiel die Kantenglättung sofort ins Auge: Sie sorgte für ein saubereres Bild, da die in niedrigen Auflösungen auffallenden Treppenstufen erfolgreich beseitigt werden, solange nicht allzu viele Lichteffekte gleichzeitig dazwischenfunken. Allerdings konnte 3dfx noch nicht genau sagen, wie hoch der Leistungsverlust bei Aktivierung dieses nützlichen Features im fertigen Produkt ist.

Auf Nachfrage erklärte man uns, dass die 3D-Grafik-Geschwindigkeit bei einer Auflösung von 640 x 480 Punkten mit aktivierter Kantenglättung vergleichbar mit der von 1024 x 768 Punkten ohne Kantenglättung ist. Zwar sieht so die niedrigere Auflösung sauberer aus, sie zeigt aber auch wesentlich weniger Details. Wer sowohl eine hohe Auflösung als auch Kantenglättung nutzen will, wird sich damit wohl auf deutliche Leistungseinbußen vorbereiten müssen. Noch ist die Hardware jedoch nicht erhältlich und es ist müßig, darüber weitere Spekulationen anzustellen.

Der Prototyp entsprach übrigens einer Voodoo5-5000-AGP-Grafikkarte, die mit zwei auf 166MHz getakteten VSA-100-Grafikchips ausgestattet ist, jedoch einiges mehr an Leistung bieten wird. Wie bei den anderen neuen Voodoo4/5-Karten wird sie mit synchron getaktetem SGRAM ausgeliefert, d.h. der Speichertakt ist an den der VSA-100-Chips gekoppelt. Die Voodoo5 5000 wird als erste der neuen Voodoo4/5-Grafikkarten ausgeliefert: Gegen Anfang April soll sie fertig und gegen Ende April im Handel in ausreichenden Stückzahlen erhältlich sein. Kurze Zeit später kommen die günstigere Voodoo4 4500 mit einem VSA-100-Chip, 32MB RAM sowie die V5 5500 mit zwei Chips und 64MB SGRAM. Die V4 4500 muss übrigens aufgrund der niedrigeren Leistung ohne Fullscene-Anti-Aliasing und T-Buffer-Effekte auskommen, von der Füllrate liegt sie deutlich unter ihren größeren Geschwistern und dem GeForce256 von NVidia.

Hier die neuen Voodoo4/5-Karten im Überblick:

  • Voodoo4 4500
    • 128Bit VSA-100-Grafikchip
    • 333 – 367 Megapixel/Sekunde
    • 32MB SGRAM
    • AGP 4X und PCI
    • 350MHz RAMDAC für Auflösungen bis 2048 x 1536
  • Voodoo5 5000
    • 128Bit VSA-100-Grafikchip
    • 667 – 733 Megapixel/Sekunde
    • 32MB SGRAM
    • AGP 4X und PCI
    • 350MHz RAMDAC für Auflösungen bis 2048 x 1536
    • Echtzeit-Fullscreen-Anti-Aliasing
    • T-Buffer
  • Voodoo5 5500
    • 128Bit VSA-100-Grafikchip
    • 667 – 733 Megapixel/Sekunde
    • 64MB SGRAM
    • AGP 4X mit voller Sideband-Unterstützung
    • 350MHz RAMDAC für Auflösungen bis 2048 x 1536
    • Echtzeit-Fullscreen-Anti-Aliasing
    • T-Buffer

Alle Voodoo-Karten der neuen Generation unterstützen Texturgrößen bis 2048 x 2048 Pixeln, 3dfx' FXT1 und die in DirectX zu findende Textur(de-)kompression. Alle bieten zudem 32Bit Farbmodi sowohl 2D- als auch 3D-Grafik und können speziell für Voodoo3 geschriebene Software ausführen.


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