Der Notarzt für elektronische Gehirne
Das "iREC-System" bildet dabei eine Art Zwischenstation, über die der Wartungstechniker auf nahezu alle Funktionen des Servers von seinem Arbeitsplatz aus zugreifen kann. Er kann aus der Ferne nicht nur den Rechner ein- und ausschalten, das Betriebssystem neu starten, einzelne Softwareprogramme starten und überwachen – er hat auch die Möglichkeit, auf das System-BIOS zuzugreifen. Das "iREC-System" passt in jeden handelsüblichen Rechner und Server und verträgt sich auch mit jedem Serverbetriebssystem, da dessen Funktion für das Arbeiten von iREC nicht benötigt wird, so die vier Studenten.
Durch diese umfassende Fernsteuermöglichkeit müssen Techniker nicht mehr bei jedem Fehler gleich vor Ort sein. Sie können viel schneller auf Fehlverhalten reagieren und reduzieren die Betriebskosten des Servers. Da die Arbeit von iREC innerhalb eines Servers von Software nicht beeinflusst werden kann, arbeite die iREC zusätzlich noch als absolut manipulationssicherer Schutz vor Computerviren und Hacker-Angriffen, versprechen die Entwickler.
Das Lichtensteiner 4-Mann-Unternehmen, durch die Bank Absolventen der Technischen Universität Chemnitz, will im Spätsommer mit dem Produkt auf dem Markt sein. Es existieren bereits erste Anfragen von Unternehmen. "Wir hatten nur ganz allgemein und dezent in unserer Internet-Präsentation auf unsere Produktidee hingewiesen und waren völlig erstaunt, dass die Einkäufer mehrerer Großunternehmen sofort nachgefragt haben" , freut sich Geschäftsführer Dr. Christian Pätz.