Studie: 400.000 neue Arbeitsplätze durch Flatrate

Je höher die Netzpreise desto geringer die Internet-Nutzung

In Deutschland können kurzfristig bis zu 400.000 neue Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen rund um das Internet entstehen, das zumindest ist das Ergebnis einer neuen Studie, die AOL Europe heute in Hamburg vorgestellt hat. Voraussetzung für diesen dramatischen Wachstumsschub der deutschen Wirtschaft ist demnach ausschließlich die Einführung eines zeitlich unbeschränkten Zugangs zum Internet, eine sogenannte "Flatrate".

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Unter dem Titel "Flatrate - Wachstum und Beschäftigung in Deutschland" hat das Europäische Institut für internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW) der Universität Potsdam im Auftrag von AOL Europe die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Internet-Nutzung für die deutsche Wirtschaft untersucht. Die Studie wurde geleitet von Prof. Dr. Paul Welfens, der auch als wissenschaftlicher Berater der Europäischen Kommission und für den US-Kongress tätig ist.

"Das Internet kann Deutschland ein zweites Wirtschaftswunder bescheren und schon kurzfristig zu einem radikalen Abbau der Arbeitslosigkeit führen. Deutschland hat die einmalige Chance auf eine europaweite Spitzenpostion in der Informationsgesellschaft. Das Internet ist die Jobmaschine der Zukunft", so Andreas Schmidt, President and CEO AOL Europe. Schmidt forderte die Bundesregierung auf, jetzt zügig die letzten Hindernisse für eine breite Nutzung des Internets aus dem Weg zu räumen. "Wir brauchen in Deutschland eine Flatrate - einen Pauschalpreis für den Zugang zum Internet".

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die "Internet-Nutzung in Deutschland bei Haushalten und Unternehmen deutlich unterhalb des Optimums" bleibe. In allen OECD-Ländern zeige sich ein "deutlich negativer Zusammenhang: "Je höher die Netzpreise - desto geringer die Internet-Nutzung", heißt es in dem Gutachten. Die "trendmäßig hohe Internet-Wachstumsdynamik verdeckt dabei in der öffentlichen Wahrnehmung, dass Deutschland tatsächlich ein Preisproblem" habe. Im internationalen Vergleich von 10 EU-Ländern sei Deutschland in den off peak Zeiten - also den Abend- und Nachstunden - am zweitteuersten. Gerade noch vor Spanien.

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