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Reuters kündigt Internetstrategie an

Nachrichtenagentur will 800 MIllionen US-Dollar ins B2C-Geschäft investieren. Die Nachrichtenagentur Reuters plant, in den nächsten vier Jahren ungefähr 800 Millionen Dollar zu investieren, um die Umwandlung zu einer Internet-Firma zu vollziehen und in das Privatkundengeschäft mit Börseninformationen einzusteigen.
/ Andreas Donath
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Die schon 150-jährige Agentur mit Stammsitz in London will von dem Internet-Finanzboom stärker profitieren und künftig auch kleinere Investoren mit Finanzinformationen versorgen. Bisher bestand das Geschäftsmodell aus dem Verkauf von derartigen Informationen an Firmen und Medienunternehmen, die das Material für die breite Masse aufbereiteten. Nun will Reuters über das Internet seinen Kunden Konkurrenz machen und selbst Abonnenten für seine Info-Dienste gewinnen.

Bei der Präsentation der neuen Strategie verkündete Reuters ein zweistufiges Kundenmodell: Basisinformationen sind zukünftig für die Besucher der Website kostenlos erhältlich, während man für Premiumservices auch künftig Geld verlangen werde.

Mitte des Jahres soll ein Reuters-Finanzportal entstehen, das neben Nachrichten zum Wirtschaftsgeschehen auch Videos und die Möglichkeit des Online-Aktienhandels beinhalten soll.

Außerdem kündigte Reuters ein Joint Venture mit der amerikanischen Multex.com an, um seinen europäischen Kunden Analysen und Investoreninformationen liefern zu können.

Zudem will man eine gemeinsame Firma mit Aether Systems gründen, um in Europa drahtlose Informationsdienste anbieten zu können.


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