Studie: Kleine Unternehmen und Datenverlust
Die finanziellen Kosten, die auf kleine Unternehmen zukommen, wenn sie ihre gesamten Datenbestände durch fehlende Backup-Systeme verlieren, entsprechen in den drei Ländern einem Wert von 700 Milliarden Euro. Rechnet man diese Zahl auf alle Länder der Europäischen Union hoch, so würde der Verlust 1.200 Milliarden Euro entsprechen.
Beauftragt und gesponsort wurde die Befragung von 330 IT-Entscheidern in Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern in Deutschland, England und Frankreich von Iomega, Anbieter entsprechender Speicherlösungen. Ziel der Untersuchung sei es, unter Kleinbetrieben in Europa herauszufinden, welchen Wert sie den Daten beimessen, die auf ihren Computern gespeichert sind, wie sicher diese Daten dort lagern und welche Kosten entstehen, falls diese Daten verloren gehen.
Die Untersuchung habe gezeigt, dass die befragten kleinen Unternehmen ihren Computerdaten durchschnittlich einen Wert von 373.227 Euro beimessen, wobei mehr als ein Drittel der Unternehmen nicht in der Lage war, den Wert ihrer Daten anzugeben. 40 Prozent der Unternehmen sichern ihre Daten weniger als einmal pro Woche.
"1.200 Milliarden Euro innerhalb der Europäischen Union entspricht viermal dem Bruttoinlandsprodukt der Schweiz. Es ist eine erschreckende Statistik, dass Unternehmen bereit sind, ihr wertvollstes Gut so aufs Spiel zu setzen. Kleine Unternehmen sind das Rückgrat Europas und bündeln mehr als 60 Prozent der Arbeitskraft von Angestellten in Europa. Wir sind von der Technologie in einem solchen Maß abhängig geworden, dass kleine Unternehmen in Europa sich auf die Informationen, die sie in ihren Computern speichern, 100-prozentig verlassen" , so Vic Sanchez, Managing Director, Iomega.
Die Studie zeige, dass sich der Datensicherungsansatz kleiner Unternehmen in acht verschiedene Charaktertypen einordnen lässt, von denen zwei ganz besonders hervorstechen: die Weise Eule und das Kopflose Huhn.
Die Weise Eule beschreibt das kleine Unternehmen, dass das finanzielle Risiko des Datenverlustes kennt, den Unternehmensdaten einen Wert zuweisen kann und darüber hinaus Schritte unternimmt, wichtige Daten zumindest einmal pro Woche zu sichern. Ein Drittel der deutschen (34 Prozent), aber nur eines von sieben französischen Unternehmen (15 Prozent) können als Weise Eule beschrieben werden. Etwas weniger als ein Viertel (23 Prozent) der englischen Unternehmen kann als Weise Eule eingestuft werden.
Das Kopflose Huhn bewegt sich am anderen Ende der Skala. Dieses Unternehmen ist sich dem finanziellen Risiko des Datenverlustes bewusst, kann den Daten einen Wert zuschreiben, aber leitet keine Schritte zur Sicherstellung einer einmaligen Datensicherung pro Woche ein. Ein Viertel der französischen Unternehmen (24 Prozent) und eines von zehn englischen Unternehmen (9 Prozent) fallen in diese Kategorie.
Während sechs Prozent der von Mori befragten Unternehmen zugaben, dass ihr Unternehmen gefährdet wäre im Falle des Datenverlustes, stimmten 30 Prozent der Unternehmen zu, dass sie beträchtliche finanzielle Einbußen hinnehmen müssten. Nur 14 Prozent gaben an, keinen finanziellen Schaden zu erleiden.
- Von den befragten Unternehmen gab ein Viertel (25 Prozent) in England im Vergleich zu 34 Prozent der französischen und 18 Prozent der deutschen Unternehmen an, nicht ausreichend Zeit für eine Datensicherung zu haben bzw. zu beschäftigt zu sein.
- Kleine Unternehmen in Deutschland, Frankreich und England verlassen sich nach wie vor auf Papier. Unter den angegebenen Gründen für den Verzicht auf eine Datensicherung rangierte die Aussage, dass die wichtigen Dateien in Form von Ausdrucken archiviert werden, ganz vorn (40 Prozent der befragten Unternehmen in England, 37 Prozent in Deutschland und 28 Prozent in Frankreich).
- Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der befragten Unternehmen gaben eine defekte Festplatte als mögliche Hauptursache von Datenverlust an. Die am zweithäufigsten genannte Ursache war das versehentliche Löschen von Dateien. Die Umfrage ergab, dass sich kleine Unternehmen in England besonders durch Computerdiebstahl gefährdet sehen. Mehr als die Hälfte der englischen IT-Verantwortlichen (53 Prozent) gaben an, dass Diebstahl eine mögliche Ursache für Datenverlust sein kann.
- Fast die Hälfte der Befragten in England (46 Prozent) und Frankreich (49 Prozent) sehen Computerviren als Bedrohung für ihre Datenbestände, im Vergleich zu einem Viertel der Befragten in Deutschland (26 Prozent).



