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Spieletest: Dracula Resurrection - Zum Gruseln

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Dracula Resurrection
Dracula Resurrection
Freunde des Adventure-Genres hatten aufgrund der spärlichen und qualitativ zumeist enttäuschenden Neuerscheinungen in letzter Zeit nur wenig Grund zur Freude - und das wird sich wohl auch durch das von Sierra bzw. Havas Interactive veröffentlichte Dracula Resurrection nicht ändern.


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Das französische Programmierteam Microids hat sich bei dem Programm eng an die 1897 von Bram Stoker geschriebene Romanvorlage um den unzweifelhaft bekanntesten Vampir aller Zeiten orientiert. Als Spieler übernimmt man die Geschicke des Jonathan Harker, der einst für die Vernichtung des Fürsten der Dunkelheit verantwortlich war. Doch die Freude währte nur sieben Jahre; dann musste Jonathan feststellen, dass seine eigene Ehefrau Mina sich immer noch im Bann Draculas befindet und sich urplötzlich auf den Weg nach Trannsylvanien macht. Entschlossen, seine Geliebte zurückzuholen, tritt auch Jonathan den gefährlichen Weg an, um den wieder auferstandenen Blutsauger erneut zu richten.


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Bis zu dieser Stelle macht das Programm einen wirklich vielversprechenden Eindruck. Die Hintergrundgeschichte weiß zu überzeugen, und die Introanimationen beeindrucken durch ihre atmosphärische, düstere Dichte. Im Spiel angelangt folgt dann allerdings die Ernüchterung: Anstatt dass man sich in der laut Pressetext atemberaubenden Panoramaumgebung frei umherbewegen könnte, muss man sich durch eine Vielzahl von Einzelbildern klicken. Zwar ist ein Rundumblick jederzeit möglich, das Fortbewegen erweist sich aber als nervendes Geduldsspiel, da man beispielsweise eine Tür, die sich bereits in Blickweite befindet, erst nach dreimaligem Laden von Zwischenbildern erreicht.


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Erschwerend kommt hinzu, dass sich auch die Interaktionsmöglichkeiten in engen Grenzen halten. So laufen die Gespräche fast von selbst ab, und der sich verändernde Mauszeiger gibt einem immer bereits darüber Auskunft, was mit welchem Gegenstand angestellt werden kann. Der Schwierigkeitsgrad ist dementsprechend alles andere als hoch, was der Motivation aber auch keinen Auftrieb verleiht. Da zudem auch die Grafik in nostalgischer Farblosigkeit schwelgt, ist hier schnell Frustration angesagt.

Fazit:
Fast schon sträflich, was hier für ein Potenzial verschenkt wurde. Hätten die Programmierer ihre Möglichkeiten genutzt, wäre Dracula - Resurrection sicherlich ein hervorragendes Grusel-Adventure geworden. So kann man einzig den düsteren Soundtrack, die teilweise surrealistisch anmutenden Charaktere und die Tatsache, dass die Deinstallation aufgrund des geringen Platzbedarfes auf der Festplatte sehr schnell vonstatten geht, als erfreulich werten.



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