Be Inc. auf dem Weg in die schwarzen Zahlen?

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Be Incorporated scheint mit seinem Betriebssystem BeOS und vor allem mit dessen mobilen Variante Stinger langsam aber sicher voranzukommen, doch schwarze Zahlen schrieb das Unternehmen auch 1999 noch nicht.

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Laut dem veröffentlichten Geschäftsbericht hat Be im letzten Quartal, das am 31. Dezember 1999 endete, etwas über 1 Million US-Dollar und damit eine Steigerung von 34 Prozent im Vergleich zum 3. Quartal 99 und sogar 237 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis erwirtschaften können. Das Gesamtjahresergebnis lag mit 2,7 Millionen US-Dollar um 122 Prozent höher als das von 1998.

Trotz der positiven Entwicklung lagen die Ausgaben im letzten Quartal bei insgesamt 6,2 Millionen US-Dollar im Vergleich mit 6,1 Millionen US-Dollar im vergleichbaren Zeitraum 1998. Für das gesamte Geschäftsjahr 1999 hat Be insgesamt 24,8 Millionen US-Dollar Minus ausgegeben, während es 1998 noch 18,4 Millionen US-Dollar waren.

Obwohl das Ergebnis noch nicht sonderlich überzeugend wirkt, hat Be im letzten Jahr einige interessante Partnerschaften eingehen können, darunter National Semiconductors, deren Web Pad Referenzdesign, ein mobiles auf Funktechnologie basierendes Internet-Terminal, in Verbindung mit Be's Stinger auf der Comdex 99 bereits für einiges Aufsehen sorgte. Auch Transmetas revolutionärer und vor wenigen Tagen vorgestellter Crusoe-Prozessor wird das Interesse an Stinger bzw. BeOS steigen lassen - die US-Presse berichtete bereits von einem Crusoe-System mit Be's leistungsfähigen und gleichzeitig schlanken Betriebssystemen.

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"Die letzten paar Monate waren sehr aufregend für uns", kommentierte Jean-Louis Gassée, President und CEO von Be Incorporated. "In dieser Periode haben wir Steve Sakoman zum Chief Operating Officer ernannt, Partnerschaften mit Compaq, National Semiconductor, Opera und Qubit bekanntgegeben und unser Geschäft auf Internet-Appliances, dedizierte Systeme und andere Network Entertainment Geräte verlegt, um aggressiv an der Nach-PC-Revolution teilhaben zu können."

Trotz der Entwicklung von Stinger und dessen erster Erfolge im Internet-Appliance Markt, bleibt BeOS entgegen der Befürchtungen von BeOS-Nutzern eines der Kernprodukte von Be und wird entsprechend weiterentwickelt und vermarktet. Wie bereits angekündigt, soll die fünfte Version von BeOS auch in einer leicht abgespeckten Variante - es fehlen hauptsächlich Streaming-Funktionen - dafür aber kostenlos zur Verfügung stehen.

"Wir werden BeOS 5, die Desktop-Version von BeOS, frei verfügbar machen um unsere Technologie zu promoten, unseren Bekanntheitsgrad zu maximieren und wertvollen Markt-Feedback zu erhalten, während wir die Interner-Appliance-Möglichkeiten aggressiv verfolgen", gekräftigte Jean-Louis Gassée.

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