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Fraunhofer stellt innovative PDA-Technologie vor

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Für alle diejenigen, die sich in ihrem örtlichen Supermarkt, Kaufhaus oder sonstigen Shops nicht auskennen und gefrustet nach dem richtigen Regal suchen, will die Fraunhofer-Gesellschaft mit einem speziellen PDA Abhilfe schaffen. Auf der CeBIT 2000 soll das Projekt um den elektronischen und e-ssist getauften Assistenten offiziell vorgestellt werden.

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Mit e-ssist soll der handgeschriebene Zettel ausgedient haben, wenn man den Fraunhofer-Entwicklern Glauben schenkt: Wer in Zukunft zum Einkaufen will, tippt seine Liste in einen tragbaren Computer, im Idealfall erstellt der elektronische Helfer sogar selbst die Liste, je nachdem, wie die Regale zu Hause gefüllt sind. Gleich nach dem Betreten des Geschäfts gibt der Assistent dann Auskunft über die gewünschten Produkte: Regalnummer, Wegbeschreibung, Preis, Haltbarkeitsdatum und Inhaltsstoffe.

Möglich wird dies durch sogenannte Transponder, die an den Regalen angebracht sind. Diese Transponder empfangen per Funk den elektronischen Einkaufszettel, gleichen ihn - wiederum per Funk - mit einer Datenbank ab und geben die gewünschten Informationen zurück. Sie stellen fest, wie gut das Regal gefüllt ist und sorgen gegebenenfalls für Nachschub.

Das kommunizierende Regal, das auf der CeBIT zu sehen sein wird, ist ein Beispiel für eine erfolgreiche e-ssist Anwendung. e-ssist, ein Projekt des Fraunhofer-Verbundes Mikroelektronik, wurde erst im letzten Jahr ins Leben gerufen. Drei Fraunhofer-Institute, die im Bereich Mikroelektronik und -integration tätig sind, Fraunhofer IIS-A (Erlangen), IMS (Duisburg) und IZM (Berlin), arbeiten seitdem an verschiedenen Anwendungen der Zukunft.

So könnten beispielsweise Urlauber über ihren elektronischen Assistenten Museums- und Restauranttipps erhalten, ganz auf ihre persönlichen Vorlieben abgestimmt. Service-Techniker könnten über den elektronischen Helfer von Produktionsausfällen informiert werden, erhielten Wartungsprotokolle und die Möglichkeit, sich nach Ersatzteilen und ihrer Verfügbarkeit zu erkundigen. Auch Ärzte könnten profitieren: Das Gerät würde nicht nur Notrufe von Patienten empfangen, sondern über Sensoren am Körper des Kranken über eine Basisstation jederzeit Informationen über Blutdruck, Puls und Körpertemperatur auf ihrem PDA ablesen.

Noch sind die derzeitigen elektronischen Helfer jedoch meist nur für spezielle Einsatzgebiete gedacht: Mobile Geräte, die mehrere Funktionen gleichzeitig übernehmen können, gibt es kaum. Kommunikation verschiedener Geräte untereinander bleibt fast immer ein Wunschtraum. Für die e-ssist-Anwendungen müssen deshalb neue Technologien entwickelt bzw. vorhandene Technologien spezifisch angepasst werden.

"Zuerst einmal müssen natürlich die Geräte kleiner und handlicher werden. Probleme mit verschiedenen Netzwerkkonfigurationen darf es nicht mehr geben", so Albert Heuberger, e-ssist-Projektleiter. "Uns kommt es aber vor allem darauf an, komplette Lösungen für bestimmte Probleme anbieten zu können."

Das e-ssist-Spektrum reicht deswegen von Neuerungen für PDAs bis hin zur Entwicklung neuer Transponder. Ein Beispiel: Transponder sind in der Regel auf Substraten aufgebracht. Bis jetzt waren diese Substrate meist fest. Ein starres, ebenes Gebilde auf beispielsweise eine runde Flasche aufzukleben, ist aber schwierig bis unmöglich. Die e-ssist-Lösung klingt zwar einfach, ist laut der Fraunhofer-Gesellschaft dennoch bahnbrechend: Transponder auf flexiblen Substraten.

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