• IT-Karriere:
  • Services:

Apple stellt MacOS X und Internet-Strategie vor

Artikel veröffentlicht am ,

Steve Jobs
Steve Jobs
In der Keynote zur Macworld Expo in San Franciso hat Apple CEO Steve Jobs offiziell Apples neue Betriebssystemgeneration, MacOS X, vorgestellt. Im Rahmen einer neuen Internet-Strategie führte Apple unter der Bezeichung "iTools" eine neue Kategorie von Internet-Dienstleistungen ein und stellte eine komplett überarbeitete Apple.com-Website mit Diensten wie iReview und iCards vor. Für die USA wurde eine mehrjährige Partnerschaft mit dem Internet-Service-Provider EarthLink angekündigt.

Stellenmarkt
  1. OEDIV KG, Bielefeld
  2. AKKA, Neu-Ulm

MacOS X ist eine komplett neue Implementation des Macintosh Betriebssystems, das - basierend auf den aktuellsten Technologien - mit "Aqua" über eine, so Apple, revolutionäre Benutzeroberfläche verfügt. MacOS X verfolgt dabei zwei Ziele: Zum einen will es die Bedienung für den Einsteiger erleichtern, zum anderen erweitert es die Funktionalität für den professionellen Anwender.

"MacOS X wird Einsteiger mit seiner Einfachheit und wird professionelle Anwender mit seiner Leistungsfaehigkeit begeistern", sagte Steve Jobs, iCEO von Apple. "Apple zeigt mit seiner Innovationskraft einmal mehr, wo der Weg in der Entwicklung von Betriebssystemen hinführt."

Die neue von Apple entwickelte Technologie Aqua sei ein Meilenstein in der Entwicklung von Benutzeroberflächen, so Apple. So verfügt sie über ein "Dock" - eine "revolutionäre" Art und Weise, jede denkbare Form von Daten zu organisieren. Aqua verfügt über einen komplett neuen Finder, der das Speichern, Organisieren und Übertragen von Daten dramatisch vereinfacht - unabhängig davon, ob sich diese Daten auf der eigenen Festplatte, im Netzwerk oder im Internet befinden. Aqua besitzt eine neue optische Aufmachung mit leuchtenden, halbdurchscheinenden Bedienelementen und Fenstern sowie pulsierend dargestellten Animationen.

Aqua wird durch das Grafiksystem von Mac OS X ermöglicht, das neue 2D-, 3D-und Multimedia-Grafik umfasst. Die 2D-Grafik wird durch das neue Grafiksystem "Quartz" ermöglicht, das auf dem PDF-Standard basiert und - erstmals für ein Betriebssystem - Features wie Live-Rendering, Anti-Aliasing und Compositing erlaubt. Die 3D-Grafik setzt auf OpenGL, die Multimedia-Komponente greift auf QuickTime zurück.


MacOS X mit neuer Benutzeroberfläche Aqua

Die Grundlage von MacOS X bildet der Betriebssystem-Kernel Darwin, der über die gleiche Free BSD Unix-Unterstützung verfügt und dem Open Source-Modell unterliegt wie Linux. Darwin verschaffe dem MacOS eine umfassende neue Basis, die dem Mac-Anwender zu echtem Speicherschutz ("Memory Protection") und präemptivem Multitasking für ein reibungsloseres und sicheres Arbeiten verhilft, so Apple.

Apple habe MacOS X gezielt so entwickelt, dass eine reibungslose Migration der Anwender- und Entwicklerschaft auf das neue Betriebssystem gewährleistet ist. Auf MacOS X laufen die meisten der über 13.000 bestehenden Macintosh-Anwendungen ohne weitere Änderung, verspricht Apple. Um jedoch in den Genuss der neuen Vorteile von MacOS X zu kommen, müssen Entwickler ihre Anwendungsprogramme anpassen, um dadurch die aktualisierten Programmmierschnittstellen ("Carbon") ansprechen zu können. Apple erwartet, dass im Sommer diesen Jahres die meisten der beliebtesten Macintosh-Programme in "carbonisierter" Version vorliegen werden.

Über hundert Softwarehäuser haben bereits ihre Unterstützung für das neue Betriebssystem bekundet, freut sich Apple, darunter Adobe. Agfa, id Software, Macromedia, Metrowerks, Microsoft, Palm Computing, Quark, SPSS und Wolfram. MacOS X soll im Sommer käuflich zu erwerben sein.

Das Herzstück der Internet-Strategie von Apple bilden die iTools, eine neue Kategorie von Internet-Dienstleistungen, die erst durch die Verwendung von Apple-Technologien an beiden "Enden" möglich werden sollen: MacOS 9 auf der Client-Seite und spezielle Dienstleistungssoftware (iTools), die auf Internet-Servern von Apple bereitgestellt wird. Apple präsentiert zunächst vier iTools: "KidSafe", ein neuartiger Schutz für Kinder im Internet, "Mac.com", ein E-Mail-Dienst von Apple für alle Macintosh-Anwender, "iDisk", ein neuer Weg, um Dateien über das Internet zu speichern, zu übertragen und auszutauschen, und "HomePage", ein einfacher und schneller Weg, um eine eigene Website zu erstellen - in weniger als zehn Minuten.

Zusätzlich wird die überarbeitete Apple.com Website, die im Schnitt über neun Millionen Besucher pro Woche anzieht, um die Dienste "iReview" und "iCards" erweitert. iReview ist ein Führer durch den Dschungel des Internet, der die besten "und die schlechtesten" Websites bewertet. Mit iCards können Internet-Nutzer individuelle Grußkarten verschicken, die mit jedem Standard-E-Mail-Programm empfangen werden können.

Für den nordamerikanischen Markt ist Apple eine langjährige Partnerschaft mit EarthLink eingegangen. EarthLink wird damit der exklusive Internet-Service-Provider für Macintosh-Anwender in den USA. Apple profitiert unmittelbar an jedem Kunden, der einen Vertrag mit EarthLink abschließt. Zusätzlich wird Apple 200 Millionen US-Dollar in EarthLink investieren und nimmt einen Sitz im Board of Directors ein.

Im übrigen hat Apple nach langer Suche einen neuen CEO gefunden, denn Steve Jobs der den Posten nur übergangsweise eingenommen hatte, wird diesen nun, welch Überraschung, fest übernehmen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Folgen Sie uns
       


IBM - von der Lochkarte zum Quantencomputer (Golem Geschichte)

Golem.de erzählt die über 100-jährige Geschichte von Big Blue im Video.

IBM - von der Lochkarte zum Quantencomputer (Golem Geschichte) Video aufrufen
Materiejets aus schwarzem Loch: Schneller als das Licht?
Materiejets aus schwarzem Loch
Schneller als das Licht?

Das schwarze Loch stößt Materie mit einer Geschwindigkeit aus, die wie Überlichtgeschwindigkeit aussieht.
Ein Bericht von Andreas Lutter

  1. Oumuamua Ein ganz normal merkwürdiger interstellarer Asteroid

Unix: Ein Betriebssystem in 8 KByte
Unix
Ein Betriebssystem in 8 KByte

Zwei junge Programmierer entwarfen nahezu im Alleingang ein Betriebssystem und die Sprache C. Zum 50. Jubiläum von Unix werfen wir einen Blick zurück auf die Anfangstage.
Von Martin Wolf


    Schule: Hard- und Software allein macht keinen digitalen Unterricht
    Schule
    Hard- und Software allein macht keinen digitalen Unterricht

    WLAN in allen Klassenzimmern reicht nicht, der ganze Unterricht an Schulen muss sich ändern. An den Problemen dabei sind nicht in erster Linie die Lehrkräfte schuld.
    Ein IMHO von Gerd Mischler

    1. Kipping Linken-Chefin fordert Schul-Laptops mit SIM für alle Schüler
    2. Datenschutz Unberechtigte Accounts in Schul-Cloud
    3. Homeschooling-Report Wie Schulen mit der Coronakrise klarkommen

      •  /