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Vertrauliche Daten bei Finanzprogrammen unsicher

/ Andreas Donath
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Die Zuverlässigkeit des Passwort-Schutzes bei Finanzsoftware bemängelt die PC-Welt im Rahmen einer Analyse der Finanzprogramme Money 99 von Microsoft und Quicken 2000 von Intuit, sowie den Finanzpaketen Quickbooks 2000 von Intuit und dem Financial Office 2.11 von Lexware.

Die getesteten Versionen sind die derzeit am weitesten verbreiteten Produkte ihrer Art. Fazit des Tests: Vertrauliche Daten sind bei den überprüften Finanzprogrammen nicht immer gut aufgehoben. Unbefugte können die Informationen in drei der vier untersuchten Fälle schon mit einfachsten Mitteln sichtbar machen.

Den schwächsten Schutz bietet Microsoft Money 99, so die PC-Welt. Mit und ohne Eingabe eines Passwortes wurden die Daten immer unverschlüsselt in einer Datenbank im "Access"-Format gespeichert. Wer das Passwort in dieser Datei überschreibt, kann mit "Money" problemlos auf die Daten zugreifen. Ähnlich leichtsinnig geht "Lexware Financial Office" vor: Die Daten werden ebenfalls unverschlüsselt in einer "Access"-Datenbank gespeichert. Das wenig verschleierte Passwort lässt sich nach Angaben der Zeitschrift leicht knacken. Mit einem kleinen Trick können die Daten sogar direkt mit "Access" gelesen werden. Weil auch "Quickbooks" nicht codiert speichert, ließ sich dieses Programm ebenfalls knacken. Wie allerdings, verriet die Zeitschrift nicht.

Am sichersten sind die Daten dem PC-Welt Online-Test zufolge bei Quicken 2000. Die Verschlüsselung widerstand den Angaben zufolge einfachen Entschlüsselungsverfahren.

Der Tipp:

Wer mit vertraulichen Daten – etwa Kontoständen, Einnahmen, Ausgaben und Gewinnen – umgeht, sollte zusätzlich spezialisierte Verschlüsselungsprogramme einsetzen, um alle Anwenderdaten sicher abzulegen. Nur so sind sie vor unbefugten Blicken einigermassen gut geschützt. Gegen sogenannte trojanische Pferde, die die Eingaben der Benutzer mitschreiben und beim Aufbau einer Internetverbindung automatisch verschicken, ist man allerdings auch mit diesen Tricks nicht gewappnet. So gleicht der moderne sichere PC immer mehr einer Trutzburg: Mit Virenscanner, Verschlüsselungsprogrammen und Passwörtern ausgestattet kann man sich einigermaßen sicher fühlen.


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