Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Computerspiele-Publisher Swing will an die Börse

/ Jens Ihlenfeld
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die zukünftige Swing Entertainment Media AG(öffnet im neuen Fenster) aus Kaarst bei Düsseldorf plant noch im Februar diesen Jahres als erster deutscher Computerspiele-Publisher(öffnet im neuen Fenster) den Gang an den Neuen Markt in Frankfurt. Die Umwandlung der zurzeit noch als Swing! Entertainment Software GmbH firmierenden Gesellschaft soll in Kürze beim Handelsregister eingetragen und damit abgeschlossen sein. Konsortialführer ist die Gontard & MetallBank AG.

Mit der Entwicklung, dem Lizenzhandel und der Vermarktung von eigen- und fremdentwickelten Computerspielen umfasst die Tätigkeit von Swing nach eigenen Angaben nahezu die gesamte Wertschöpfungskette bei digitaler Unterhaltungssoftware. Angeboten werden elektronische Spiele für gängige Spielsysteme wie beispielsweise Nintendo Game Boy Color, Sony PlayStation und PC. Zukünftig sollen auch Spiele via Internet zur Online-Nutzung angeboten werden. Die Distribution an den Endkunden erfolgt über Vertriebspartner.

En weiteres Geschäftsfeld ist die Vermarktung von Spielelizenzen. Hierzu erwirbt Swing nationale oder internationale Rechte an Spielen und entwickelt Marketingkonzepte, die in Kooperation mit Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung umgesetzt werden. Als positives Beispiel führt Swing die Spielesammlung "2inl" an, die in Zusammenarbeit mit der Computec Media AG europaweit mehr als eine halbe Million mal verkauft wurde. Erfolgreich sei auch die Vermarktung der "ran"-Lizenz von SAT.1 gemeinsam mit dem Sender gewesen. Die von Swing 1999 veröffentlichte Reihe von Sportspielen schaffte es in den deutschen Media Control Charts bis auf Platz 3. Weitere Kooperationen bestehen unter anderem mit Warner Bros. ("Fred Feuerstein") und Universal Studios ("In einem Land vor unserer Zeit") für die Vermarktung von Filmspielen.

Durch die Kooperation mit Entwicklungsgesellschaften und durch Beteiligungen an entsprechenden Unternehmen will sich Swing langfristig den Zugang zu aktuellen und marktgängigen Spielen sichern. Gleichzeitig minimiere diese Strategie das Entwicklungsrisiko für Swing. Erste Beteiligungen sind der Erwerb von 50 Prozent der Anteile an der Midas lnteractive Entertainment GmbH sowie von 51 Prozent an der Conspiracy Entertainment Europe GmbH. Bei beiden Gesellschaften besitzt Swing das Exklusivrecht zum Vertrieb im deutschsprachigen Raum, teilweise auch weltweit. Zukünftig will sich das Unternehmen an weiteren Entwicklungs- und Produktionsgesellschaften beteiligen und so das eigene Spieleangebot bis 2001 verdoppeln.


Relevante Themen