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Neue Chance? Gateway verkauft Amiga (Update)

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Neue Chance für Amiga?
Neue Chance für Amiga?
Die von Fans und Entwicklern heißgeliebte Amiga-Plattform hat vielleicht doch noch eine Chance, nachdem der Computerhersteller Gateway vor kurzem die Rechte an der Marke, die Domain Amiga.com und den Zugriff auf die komplette Technologie für etwa 5 Millionen US-Dollar an das Start-up-Unternehmen Amino Development verkaufte. Nicht im Kauf enthalten sind die gesammelten Amiga-Patente, die weiterhin im Besitz von Gateway verbleiben, die Amino jedoch in vollem Umfang in Lizenz nutzen kann.

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Amino Development wurde von zwei in der Amiga-Szene nicht unbekannten Personen gegründet: Bill McEwen und Fleecy Moss. McEwen war bis August/Septemer 1999 Kopf der Marketing-Abteilung von Amiga Inc., wurde jedoch entlassen, kurz bevor auch Jim Collas, der damalige Amiga-Chef, das Unternehmen aus "persönlichen Gründen" verließ. Kurze Zeit später stellte Gateway die Entwicklung des Amiga-PCs offiziell ein, ermöglichte aber die Lizensierung von Amiga-Technologien. Moss war Projekt-Manager und System-Architekt bei Amiga Inc. und ist Initiator des KOSH-Projekts , das sich mit der Schaffung einer freien Systemarchitektur befasst, einem Computerhardware-Äquivalent zum Open-Source-Betriebssystem Linux.

Ob Amino Development, die sich zur Zukunft des Amigas bisher nur nebulös im Stile von Transmeta geäußert haben, den Amiga wieder zu voller Größe bringen kann, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Bis jetzt hatte die seit 1985 existierende Amiga-Plattform seit dem Konkursgang von Commodore im Jahre 1994 mehrmals den Besitzer gewechselt: Zuerst war es die Escom AG, die 1994 die Rechte erwarb, jedoch bald Pleite ging. 1997 gelangten die Marke und die insgesamt 47 Amiga-Patente schließlich in den Besitz von Gateway. Die 5 Millionen US-Dollar, die Amino an Gateway zahlte, machen sich dazu fast wie ein Schnäppchen aus - allerdings muß man bedenken, dass Computer-Technologie sich schnell weiterentwickelt und die Spuren der Zeit auch am Amiga nicht vorbeigegangen sind.

Ein Weg, der in der Amiga-Gemeinde derzeit als besonders attraktiv erscheint, ist die Freigabe der Amiga-Plattform und -Technologie als Open Source, wie sie z.B. von COSE gefordert wird. Wie weit Amino Development diese Meinung teilt, ist noch nicht bekannt, eine Nähe zur Open-Source-Gemeinschaft ist allerdings unbestreitbar vorhanden. Sicher ist zumindest eines: Die Amino-Gründer sind allesamt überzeugte Amiga-Fans mit der Vision, den Amiga zu einem Computer der Zukunft weiterzuentwickeln.

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