SuSE - Journaling ReiserFS fertig

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Zwar hatte es das ReiserFS nicht mehr ins SuSE Linux 6.3 geschafft, nun stellt SuSE das als Nachfolger des "second extended filesystem" (ext2) gehandelte Filesystem zur Verfügung.

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Ext2 ist unter Linux seit vielen Jahren als das Standard-Dateisystem etabliert; wird der Rechner allerdings nicht ordnungsgemäß heruntergefahren und dabei das Dateisystem sauber abgeschlossen, muss er beim nächsten Start die Konsistenz der Datenstrukturen im Dateisystem überprüfen, um mögliche Datenverluste zu verhindern. Dieser Vorgang ist bei kleineren Dateisystemen kaum der Rede wert. Bei heute üblichen Plattengrößen - und erst recht bei größeren Serversystemen - kann dieser "Filesystemcheck" jedoch mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Die technische Antwort auf dieses Problem heißt "Journaling Filesystem", bei dem mit Hilfe eines Journals jede Änderung an den Datenstrukturen des Dateisystems mitprotokolliert wird. Dieses Journal wird dann vor etwaigen Änderungen der eigentlichen Daten auf die Platte geschrieben. Dadurch kann nach einem plötzlichen Abbruch des Systems - zum Beispiel durch einen Stromausfall - beim nächsten Systemstart innerhalb weniger Sekunden ein konsistentes System wiederhergestellt werden. Statt langer Wartezeiten ist der Rechner unverzüglich wieder einsatzbereit, so die Idee.

In enger Zusammenarbeit mit SuSE hat die Entwicklergruppe um Hans Reiser und Chris Mason das ReiserFS um eine entsprechende Journaling-Funktionalität erweitert, das Ergebnis steht ab sofort für SuSE Linux 6.3 zum Download bereit. Erstmals sei damit nun auch für große Festplatten und RAID-Arrays unter Linux ein Dateisystem mit überschaubarer Wiederanlaufzeit verfügbar, verspricht SuSE.

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